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20.12.2015

17:05 Uhr

Musterdepot

Blick nach vorn und zurück

Daniel Hupfer nimmt sein Anleihe-Engagement unter die Lupe, Alexander Kovalenko zieht aus Japans Geldpolitik Lehren für Europa und Georgios Kokologiannis prophezeit ein unterhaltsames Ende des Börsenjahres.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Im Bereich der Anleihen waren wir in 2015 insbesondere für Nachranganleihen optimistisch gewesen. Aktuell haben wir solche Wertpapiere von Aareal, Bayer und der Deutschen Lufthansa im Depot. Allerdings gab es gerade im Segment der Nachranganleihen von Industrieunternehmen eine herbe Enttäuschung. So ist die Wertentwicklung seit Jahresanfang mit etwa 2,4 Prozent negativ.

Dies ist zum einen auf Einzelrisiken wie unter anderem Volkswagen und Casino Guichard zurückzuführen. Aber auch schwächere fundamentale Daten wie zum Beispiel im Versorgungs- und Energiesektor (RWE und Vattenfall) haben zu Ratingherabstufungen und deutlichen Spread-Ausweitungen geführt.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Mit den von uns gehaltenen Anleihen haben wir insgesamt dennoch eine positive Performance erzielen können. Dabei legte die Nachranganleihe der Deutschen Lufthansa kräftig an Wert zu, während die Anleihe von Aareal knapp im Plus und das Papier von Bayer deutlich im Minus liegt.

Der Ausblick für diesen Bereich für 2016 fällt auch nur moderat aus. Wir erwarten, dass sich die Spreads auf dem aktuellen Niveau stabilisieren und dass damit eine Rendite in Höhe von 2,5 bis drei Prozent erwirtschaftet werden kann. Optimistischer sind wir für das Hybridkapital von Finanzunternehmen. Im laufenden Jahr konnten hier positive Performancebeiträge erzielt werden.

Das liegt aus unserer Sicht hautsächlich daran, dass die Regulierung in diesem Segment deutlich stärker ist als bei den Non-Financials. Die Banken haben aufgrund der regulatorischen Vorschriften ihre Eigenkapitalbasis gestärkt und damit die Vorgaben nach Basel III im Durchschnitt deutlich übertroffen.

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