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26.08.2014

09:08 Uhr

Musterdepot

Der chinesische Drache keucht

Die aktuellen Konjunkturdaten lassen Daniel Hupfer kritisch auf ein China-Investment blicken. Asien als Region bleibe aber weiter attraktiv. Und Alexander Kovalenko mahnt die Beteiligten im Ukraine-Konflikt zur Umsicht.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die jüngsten Konjunkturdaten aus China sind zwar in der Summe nicht erfreulich, für den Markt sollten diese verkraftbar sein. Der Einkaufsmanagerindex ist unerwartet stark gefallen und mit einem Wert von 50,3 signalisiert er nur noch ein geringes Wachstums für die kommende Zeit. Nun wird der Ruf nach einem staatlichen Konjunkturprogramm wieder lauter.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Allerdings hatte die chinesische Notenbank in den vergangenen Monaten immer wieder Bedenken über eine Spekulationsblase im Immobiliensektor geäußert und die Kreditvergabe eher eingeschränkt. Nun wird eine Kehrtwende gefordert, um das Wachstum nicht weiter absinken zu lassen.

Wir hatten bereits vor einigen Tagen unser direktes China-Investment mit hohem Gewinn veräußert, sind aber weiter durch andere ETFs stark in Asien investiert. Wir erwarten, dass diese Region weiterhin ein wichtiger Impulsgeber für die globale Wirtschaftsentwicklung bleibt, und somit erscheint auch eine hohe Investitionsquote gerechtfertigt.

Auf der Seite der Unternehmen gibt es kaum kursbewegenden Nachrichten. Auffallend bleibt die Schwäche bei den Automobilaktien. VW konnte von der Erholung des Dax nicht so stark wie andere Unternehmen profitieren. Allerdings sollte die geringe Bewertung von Volkswagen die Aktie vor einen starken Kursverfall schützen. Relevante Nachrichten zur weiteren Geschäftsentwicklung gibt es erst wieder zum Ende des Quartals.

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