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23.03.2014

10:55 Uhr

Musterdepot

Warum Dax-Anleger Nerven zeigen

Daniel Hupfer fragt sich, warum die Krim-Krise den Dax härter erwischt als die US-Börsen. Georgios Kokologiannis bereitet sich auf die Zinswende vor. Und Alexander Kovalenko sucht nach dem hässlichen Entlein.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Gemessen an der Charttechnik befindet sich die Krim-Krise wieder auf dem Rückzug. Insbesondere die amerikanischen Börsen haben die Kursschwäche der letzten Tage hinter sich gelassen. Der S&P ist nur noch weniger als ein Prozent von den Höchstkursen von ca. 1.880 Punkten entfernt.

In einer vergleichbaren Situation ist der Dow Jones. Allerdings fehlen hier noch ca. zwei Proent. Die schnelle Erholung dieser Märkte gibt zum Ausdruck, dass die eingangs erwähnte Krise die dortigen Aktienmärkte nicht im Wesentlichen beeinflussen wird.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dagegen ist die Verfassung des deutschen Aktienmarktes nicht so eindrucksvoll. Der Dax testete zwar erfolgreich die Marke von 9.000 Punkten und den seit 2012 bestehenden Aufwärtstrend. Aber aus der Spitze hat der Index mehr als 700 Punkte verloren.

Seit diesem Test stiegen der Index um vier Prozent und befindet sich damit in einer entscheidenden Phase. Sollte der Index über 9.350 Punkte steigen, ist es möglich, dass kurzfristig die Höchstkurse bei ca. 9.700 Punkte erreicht werden. Eine erneute Schwäche der Aktien trübt das mittelfristige Bild dagegen deutlich ein.

Im Vergleich zu den anderen europäischen Aktienmärkten war der Dax deutlich volatiler und weist seit Jahresbeginn ein Verlust von mehr als zwei Prozent aus. Der Euro Stoxx notiert nahezu unverändert. Auffällig ist, dass in Krisensituation der Dax mit am stärksten verliert. Ein mögliches Argument für diese Auffälligkeit ist, dass der deutsche Markt mit die höchste Liquidität aufweist bzw. der Dax-Future ein effizientes Instrument für ein Hedging ist.

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