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14.12.2014

13:26 Uhr

Musterdepots

2014 war ein gutes Anleihe-Jahr

Für Daniel Hupfer wird es Zeit, ein Resümee zu ziehen. Was 2014 auffällt: Im Gegensatz zu den volatilen Aktien boten Anleihen einen klaren Trend. Und Alexander Kovalenko sieht im tiefen Ölpreis gleich mehrere Chancen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die letzten Tage in diesem Jahr laden zu einem Rückblick ein. Während die Aktien in diesem Jahr vor allem durch eine große Schwankungsbreite aufgefallen sind, kannte der hiesige Anleihemarkt nur eine Richtung, ohne von dieser spürbar abzuweichen. Zehn-jährige Bundesanleihen rentierten am Freitag bei einer Rendite von 0,63 Prozent. Im Januar lag dieser Wert noch bei knapp zwei Prozent. Wir konnten in unserem Anleiheportfolio von diesem Trend deutlich profitieren.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Allerdings haben wir Anleihen aus Südeuropa und dem Unternehmensanleihebereich gegenüber Bundesanleihen bevorzugt. Damit konnten wir bis dato 13,5 Prozent erzielen. Zusätzlich zu den Gewinnen aus dem Renditerückgang bei langlaufenden Anleihen konnte das Portfolio von Spreadeinengungen bei Anleihen mit schwächerer Bonität profitieren.  Zum Ende des außerordentlich guten Anleihejahres 2014 liegen die Renditen so niedrig, dass das Jahr 2015 aller Wahrscheinlichkeit nach schwächer ausfallen wird.

Die jüngsten Konjunkturdaten aus Europa lagen weitgehend im Rahmen der Erwartungen. Die Industrieproduktion stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent an, die Zahl der Beschäftigten nahm um 0,6 Prozent zu. Vor diesem Hintergrund sehen wir unsere Erwartung als bestätigt an, dass die Wirtschaft im kommenden Jahr erneut mit einer enttäuschend geringen Geschwindigkeit wachsen wird, eine Rezession jedoch ausbleibt. Damit könnte 2015 – auch angesichts mangelnder Anlagealternativen – ein positives Aktienjahr werden.

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