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21.04.2014

14:25 Uhr

Musterdepots

Achterbahnfahrt geht weiter

Die Turbulenzen an den Börsen gehen weiter. Nach einem schwachen Wochenstart holen die im Privatbank-Portfolio gehaltenen Aktien die Verluste nahezu auf. Auch am Anleihenmarkt verzeichnet das Depot einen Kursgewinn.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Achterbahnfahrt an den Börsen geht weiter. Nach einem sehr schwachen Wochenstart konnten die im Portfolio gehaltenen Aktien im gestrigen Börsenverlauf die entstandenen Verluste nahezu wieder aufholen. Die Ungewissheit über die weitere Entwicklung in der Ukraine hält die Börsen weiter in Atem.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wenn man sich von dieser Entwicklung löst und auf die volkswirtschaftlichen Zahlen Deutschlands schaut, so fällt auch der Produzentenpreisindex auf. Dieser Index gibt an, ob und wie stark die Produzenten die Preise anheben konnten. Auf Jahresbasis ist ein Rückgang um 0,90 Prozent zu verzeichnen. Das bedeutet, dass die Unternehmer ihre steigenden Kosten nicht oder nur unzureichend auf ihre Endkunden überwälzen konnten. Daher beobachten wir diese Entwicklung sehr genau, um bei einem sich verstärkenden Trend fallender Margen gegebenenfalls Aktien zugunsten Anleihen zu tauschen.

Während die Aktien durch die erwähnte Krise deutlich schwanken, kann der Anleihemarkt den in Europa anhaltenden Renditerückgang weiter in Kursgewinne bei Bestandspapieren umsetzen. Am stärksten profitiert die Staatsanleihe Portugals. Zum Zeitpunkt des Kaufes erhielten wir eine Rendite von mehr als 4,40 Prozent p.a. Per heute liegt die Rendite „nur noch“ bei etwas mehr als 3,00 Prozent p.a.. Dieser Rückgang beschert uns aber mehr als 7,5 Prozent Kursgewinn. Mit einem derartigen Kursgewinn innerhalb von 3 Monaten haben wir nicht gerechnet, lassen aber die Anleihe aufgrund des attraktiven Kupons von 4,80 Prozent p.a. weiter im Depot.

Kommentare (3)

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22.04.2014, 13:02 Uhr

@Hr. Kokolores: Von Ihnen kommt leider fast nur noch "Kreml-Astrologie" (Falls den Ausdruck noch jemand kennt).

Die anderen beiden Herren bemühen sich ja noch um Sachlichkeit und substantielle Analysen. Wollen Sie Ihr Depot nicht lieber jemand anderem übergeben?

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22.04.2014, 14:42 Uhr

@Arthur-Dent

Ich finde, Sie gehen etwas zu hart ins Gericht mit dem Redakteur.

Ob diese Rubrik grundsätzlich sinnvoll ist, ist eine ganz andere Frage. Die drei "Portfoliomanager" müssen jeden Tag irgendeinen Beitrag schreiben (lassen) - was will man da jeden Tag über sein Depot berichten.

Im Grunde genommen ist es eh Blödsinn jeden Tag in sein Depot reinzugucken und dem ganzen kurzfristigen Kram zu große Beachtung zu schenken.

Mutig & mit deutlich Mehrwert behaftet, hätte ich es gefunden, wenn man verschiedene Ansätze gegeneinander laufen lässt z.B. aktives Portfolio gegen 50/50 passiv, Harry Browne's Permanent Portfolio etc.

Account gelöscht!

22.04.2014, 18:01 Uhr

@bbb: Gute Idee. Soviel Innovationskraft könnte aber das HB überfordern. Und zum Redakteur: Seit geraumer gar nichts substantielles mehr, sondern "Sentiment" und "Charttechnik" zum abgewöhnen.

Da kann gar kein Leser mehr irgendwas für sich mitnehmen -hoffentlich tut das auch keiner. Wenn das HB den Anspruch der Leser-Finanzbildung aufgibt, dann bitte die Kolumne mit einstampfen.

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