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29.12.2014

19:56 Uhr

Musterdepots

Aktien aus Europa sind unterbewertet

Der Verfall des Ölpreises stellt faktisch ein Konjunkturprogramm für europäische Unternehmen dar. Europäische Aktien sind deshalb einen Blick wert. Zudem dürfte das Anleihekaufprogramm der EZB die Euro-Aktien beflügeln.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Kurz vor dem Jahreswechsel werden zwei weitere Zertifikate durch die Emittenten zurückgezahlt, nachdem sie ihr Laufzeitende erreicht haben: Ein Bonuszertifikat mit dem ich seit Auflegung der Depots darauf gesetzt habe, dass der Dax im Jahresverlauf zwischen rund 8000 und 10000 Punkten schwanken wird (WKN: PA0E8B). Und ein so genanntes Reverse-Bonusprodukt, das selbst bei einem heftigen Kurseinbruch des deutschen Leitindexes einen zweistelligen Gewinn eingefahren hätte (WKN: CB4S3R).

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Mit diesen beiden relativ  schwankungsarmen Anlageprodukten habe ich in den vergangenen Monaten über neun Prozent beziehungsweise knapp zwölfeinhalb Prozent Rendite erwirtschaftet. Durch die Rückzahlung steigt der Bargeldbestand des Musterportfolios auf rund die Hälfte des verfügbaren Kapitals. In den kommenden Wochen werde ich daher mehrere neue Depotpositionen aufbauen und die Cash-Quote wieder verringern.

Dabei werde ich erneut eher defensive Anlageinstrumente bevorzugen. Denn vor allem Europas Aktienmärkte dürften auch im kommenden Jahr innerhalb einer breiten Spanne hin- und herschwanken – ohne endgültig in die die eine oder andere Richtung auszubrechen. Einen „richtigen“ Crash halte ich zwar trotz aller Risiken für sehr unwahrscheinlich. Doch die Börsen werden sich in einem Spannungsfeld bewegen aus Angst  vor einer Abkühlung der Konjunktur hierzulande sowie Sorgen vor den Folgen der anstehenden Zinswende in den USA -  und der Aussicht auf eine weitere Lockerung der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank andererseits.

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