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19.06.2014

15:25 Uhr

Musterdepots

Aktien so teuer wie zuletzt 2002

Die jüngsten Konjunkturdaten zur globalen Wirtschaftsentwicklung zeigen ein leicht positives Bild. „Für die Aktienmärkte ist das die entscheidende Botschaft“, sagt Daniel Hupfer, Verwalter des Privatbankdepots.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Alles in allem – und das ist die für die Aktienmärkte entscheidende Botschaft – wächst die globale Wirtschaft, wenn auch verhalten. Wichtig ist, dass ein starker konjunktureller Abschwung oder gar eine neue Rezession derzeit nicht erkennbar ist. Dies wäre ein starkes Warnsignal, das gegen Aktien spräche.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ein sehr guter konjunktureller Frühindikator ist dabei die Steilheit der Zinsstrukturkurve, also die Differenz von Staatsanleiherenditen eines Landes mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren zum Leitzins. Wird diese Differenz negativ, spricht man von einer inversen Zinsstrukturkurve, der in der Vergangenheit sehr häufig eine Rezession in dem betreffenden Land gefolgt ist. Wir analysieren laufend die Zinsstrukturkurven von 47 Ländern; derzeit ist diese nur in zwei Fällen invers: in Russland und in geringem Ausmaß auch in Indien. In beiden Ländern sind wir derzeit nicht investiert. Unter den Schwellenländern bevorzugen wir derzeit weiterhin den chinesischen Aktienmarkt.

Die Weltbank hat ihre globale Wachstumsprognose für dieses Jahr von 3,2 Prozent auf 2,8 Prozent reduziert Aus unserer Sicht dürfte diese Prognose zu pessimistisch sein. Insbesondere die starke Abwärtsrevision für die USA, für die nur noch eine Wachstumsrate von 2,1 Prozent prognostiziert wird, ist unseres Erachtens übertrieben. Wir selbst gehen davon aus, dass es den USA nach dem schwachen Jahresauftakt in den kommenden Quartalen gelingen wird, die konjunkturelle Dynamik deutlich zu steigern, sodass auf Gesamtjahressicht mindestens mit einer Wachstumsrate von 2,5 Prozent zu rechnen ist.

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