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28.10.2014

19:33 Uhr

Musterdepots

Aktienmärkte bieten noch Potenzial

Die Börsen in Europa sind weiterhin schwankungsanfällig. Doch unsere Anlagestrategen bleiben investiert. Vor allem dank starker Quartalszahlen einiger Unternehmen können sie deutliche Renditen einfahren.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der finnische Papierproduzent UPM-Kymmene, dessen Aktie sich in unserem Musterdepot befindet, hat am Dienstag mit vorgelegten Bilanzdaten die Börsianer positiv überrascht. Im dritten Quartal konnte das Unternehmen seinen Gewinn deutlich stärker steigern, als von Analysten erwartet. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen lag um 13 Prozent höher als die Analystenschätzungen.

Zu verdanken war dies in erster Linie einem Sparprogramm, das eine signifikante Kostensenkung bewirkt hat. Der UPM-Chef hat gleichzeitig weitere Sparmaßnahmen angekündigt. Auf Basis des gestiegenen Gewinns halten einige Analysehäuser eine mögliche Dividendenerhöhung für nicht ausgeschlossen.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Marktteilnehmer haben auf die vorgelegten Zahlen und Pläne sehr positiv reagiert: Die UMM-Aktie stieg im Tageshandel um mehr als zehn Prozent.

Zwei Manager von unseren Ziel-wikifolios haben in den letzten Tagen leichte Gewinnmitnahmen durchgeführt. So hat Holger Degener beim „Dividende und Eigenkapital Deutschland“-wikifolio seine Positionen bei Leighton Holdings und AT+S mit einem Gewinn von 21,5 Prozent beziehungsweise 13 Prozent reduziert. Darüber hinaus hat er die letzte im Bestand verbliebene BB Biotech Aktie mit rund 80 Prozent Gewinn veräußert. Der wikifolio-Manager Uwe Freier hat beim „ETF-Werte des ICAX“ die Yahoo-, Zooplus- und Alibaba-Positionen mit dem Gewinn zwischen zehn Prozent und 127 Prozent minimal reduziert.

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