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05.10.2015

19:39 Uhr

Musterdepots

Aktienquote leicht erhöht

Die Stimmung an den Kapitalmärkten könnte sich wieder verbessern, glaubt Daniel Hupfer. Vor diesem Hintergrund stockt der Anlageexperte die Aktienquote etwas auf.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten am Freitag vergangener Woche fiel enttäuschend aus. So lag der Stellenzuwachs im September bei lediglich 142.000 Arbeitsplätzen und damit deutlich geringer als die Erwartung. Durchschnittlich wurden damit im laufenden Jahr 198.000 Stellen aufgebaut, im Jahr 2014 lag der monatliche Durchschnitt noch bei 260.000 Stellen. Allerdings blieb die Arbeitslosenquote mit 5,1 Prozent relativ hoch.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

An den Aktienmärkten gaben die Kurse nach der Veröffentlichung zunächst deutlich nach, um sich am Freitagnachmittag deutlich zu erholen.

Schlechte Nachrichten werden damit wieder positiv interpretiert; ein Phänomen das seit längerer Zeit nicht mehr zu beobachten war und die Stimmung an den Kapitalmärkten vielleicht wieder verbessern könnte. Für die amerikanische Notenbank wird es nun schwieriger mit einem ersten Zinsschritt in diesem Jahr.

Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Aktienquote wieder leicht auf etwa 63 Prozent aufgestockt. Mit Thyssen-Krupp und BP erfolgten die Zukäufe in der zuletzt so arg gebeutelten Rohstoffbranche. Die Aktien von Thyssen-Krupp hatten wir im August bei Kursen von etwa 22 Euro verkauft und nun für 16,50 Euro zurückgekauft. Nach wie vor entwickelt sich das operative Geschäft sehr gut, zudem kündigte der Konzern ein neues Sparprogramm für die Stahlsparte in Höhe von etwa 100 Millionen Euro pro Jahr an. Der zweite Zukauf erfolgte mit dem britischen Ölunternehmen BP. Die Aktien haben seit Anfang April dieses Jahres um über 30 Prozent nachgegeben. Aus unserer Sicht ist das Sentiment im Bereich der Ölunternehmen derzeit extrem schlecht, so dass wir mit diesem Kauf zumindest temporär auf eine Erholung der Kurse setzen.

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