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10.07.2014

19:39 Uhr

Musterdepots

Aktuelle Marktkonsolidierung ist nur temporär

Die Stimmung an den Börsen trübt sich ein. Die Autoren müssen dementsprechend ihre Strategien neu ausrichten – bis auf Georgios Kokologiannis. Der Handelsblatt-Autor versucht mit Derivaten der Lage Herr zu werden.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Aktienmärkte in Europa sind in den vergangenen Tagen in eine Konsolidierung eingetreten. Vor allem die Börsen in den europäischen Peripherieländern haben teilweise deutlich abgegeben. So hat die portugiesische Leitbörse mittlerweile über 15 Prozent an Wert verloren und musste damit sämtliche Zuwächse seit Jahresanfang wieder abgegeben. Aber auch italienische und spanische Aktien haben deutliche Abschläge hinnehmen müssen, während sich der Dax mit einem Rückgang von etwa vier Prozent noch relativ gut gehalten hat.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Insbesondere der europäische Bankensektor entwickelt sich derzeit sehr schwach. Wir haben aus diesem Grund unser Exposure in der Intesa Sanpaolo zu Beginn der Woche veräußert. Auch wenn sich das operative Geschäft der zweitgrößten italienischen Bank in den vergangenen Quartalen weiter verbessert hat und wir davon ausgehen, dass die Bank den anstehenden europäischen Bankenstresstest gut bewältigen wird, erfolgte der Verkauf vor dem Hintergrund des sich aktuell eintrübenden Sentiments gegenüber der gesamten Bankenbranche. Insgesamt stufen wir die aktuelle Marktkonsolidierung als temporär ein, da sich das mittelfristige Bild für Dividendentitel nicht eingetrübt hat.

Trotz weiterhin guter Nachrichten von der globalen Automobilbranche – so stiegen die US-Pkw-Zulassungszahlen zuletzt auf den höchsten Stand seit 2006 – zeigte sich der europäische Automobilsektor in den vergangenen Tagen sehr schwach. Da sich die Branche in Europa weiter erholt und in den USA und China derzeit so viele Fahrzeuge wie nie abgesetzt werden, bleiben wir positioniert. Insbesondere aufgrund der nach wie vor moderaten Bewertung vieler Automobilaktien.

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