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12.05.2014

19:10 Uhr

Musterdepots

Alle Augen auf China

Wirtschaftsdaten aus China beschäftigen Daniel Hupfer in dieser Woche. Ein Zertifikate-Mix sorgt im ausgewogenen Depot für stabile Renditen. Und Alex Kovalenko zeigt, warum Value-Aktien besser sind als Wachstumstitel.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Aktenmärkte in China kommen nach wie vor nicht von der Stelle. Hintergrund sind die zuletzt sehr gemischten Konjunkturdaten sowie immer wieder Berichte über vermeintliche Probleme im Banken- und Immobiliensektor. Darüber hinaus nehmen die Wachstumsraten weiterhin kontinuierlich ab. Die Zukunft der chinesischen Wirtschaft ist bereits seit vielen Jahren Gegenstand lebhafter und kontroverser Diskussionen.

Die Ursache dafür, dass China unter allen Schwellenländern eine herausragende Stellung einnimmt, dürfte nicht nur die schiere Größe des Landes sein, oder die Zahl der Chinesen, die im Jahr 2014 auf immerhin 1,36 Milliarden Menschen geschätzt wird. Es ist auch eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte, die maßgeblich zur Faszination für China beiträgt.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Allerdings schwächelt die Konjunktur seit einiger Zeit und die zuletzt veröffentlichten Frühindikatoren zeigen derzeit keine Besserung. Im Portfolio haben wir mit dem iShares China-ETF auf eine Verbesserung des wirtschaftlichen Umfeldes gesetzt, nach dem es eine Zeit lang so aussah, als würde der konjunkturelle Boden gefunden zu sein. Zunächst halten wir am ETF fest und schauen uns die gemeldeten Daten weiterhin genau an.Zumal wir mit dem Rohstoffriesen Rio Tinto ein Unternehmen im Portfolio haben, welches 38 Prozent des Umsatzes in China generiert und damit eine hohe Abhängigkeit von der dortigen Wirtschaftsentwicklung aufweist.

Auch die Entwicklung der Rio Tinto–Aktien ließ zuletzt zu Wünschen übrig. Seit unserem Kauf ist die Aktie etwa 6,5 Prozent im Minus. Das Unternehmen hat aber in den vergangenen Jahren seine Hausaufgaben gemacht. Es wurden hohe Abschreibungen vorgenommen und die Kapazitäten angepasst. Die Bilanzqualität hat sich deutlich verbessert. Nach wie vor gehen wir davon aus, dass die Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft weiter zunimmt, so dass auch die Nachfrage nach Rohstoffen steigen sollte. Allerdings wird Rio Tinto die hohe Abhängigkeit vom chinesischen Markt zunächst nicht wesentlich reduzieren können.

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