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28.02.2016

10:18 Uhr

Musterdepots

Alle Augen auf die Geldpolitik

Die Anleger schauen auf die Inflationszahlen in Deutschland und Europa – und auf die Geldpolitik Mario Draghis. Dieser wird die Märkte nicht enttäuschen wollen, glaubt Handelsblatt-Autor Georgios Kokologiannis.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Frankfurt am MainEnde letzter Woche wurde die aktuelle Inflationsrate in Deutschland vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht. Die Verbraucherpreise haben sich im Vergleich zum Vorjahresmonat kaum verändert. Die Volkswirte haben mit einem minimalen Anstieg von 0,1 Prozent gerechnet. Die massiv gesunkenen Energiekosten sind für die fehlende Inflation verantwortlich.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Nahrungsmittel, die Wohnkosten und die Dienstleistungen sind im Vergleich zum Vorjahr dagegen um rund ein Prozent teurer geworden. In Frankreich und Spanien sind die Teuerungsraten sogar negativ ausgefallen. Die EZB Zielmarke von etwa zwei Prozent bleibt aus der heutigen Perspektive extrem schwer zu erreichen.

Aus den USA gab es dagegen am Freitag eher positive konjunkturelle Nachrichten. Im vierten Quartal ist die größte Volkswirtschaft der Welt um annualisiert 1,0 Prozent gewachsen, was die Erwartungen der Ökonomen übertroffen hat. Absolut gesehen ist diese Wachstumsrate allerdings sehr bescheiden.

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