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13.07.2014

18:09 Uhr

Musterdepots

Alternativlose Anlage Aktien

Deutsche und Aktien? Das wird nie was werden. Wie sich diese Binsenweisheit der Finanzbranche in der Realität schlägt, prüft Georgios Kokologiannis. Und auch Daniel Hupfer sieht in Sachen Aktien einige Luft nach oben.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Die Finanzindustrie unterstellt den Bundesbürgern ja gerne, dass sie Aktien gegenüber große Vorbehalte hätten und daher grundsätzlich viel zu pessimistisch eingestellt seien. Entweder dieser Vorwurf ist Murks - oder aber die Ergebnisse einer neuen repräsentativen Anlegerumfrage.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Laut dem aktuellsten Schroders Global Investment Trends Report glaubt eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland daran, dass Dividendenpapiere in diesem Jahr alle anderen Anlageklassen schlagen werden – zumindest diejenigen, denen überhaupt ein nennenswerter Geldbetrag zum Investieren zur Verfügung steht.

Nach ihren Investmentabsichten für die kommenden 12 Monate befragt , geben 73 Prozent der  Teilnehmer mit einem Anlagevolumen von mindestens zehntausend Euro an, dass Aktien die besten Renditen liefern werden. Damit sind die Deutschen im internationalen Vergleich sogar überdurchschnittlich zuversichtlich eingestellt. Weltweit geben „nur“ 70 Prozent der Befragten auf Dow Jones &Co. zu setzen.

Wie auch immer man nun diese überraschenden Ergebnisse in Bezug auf die weitere Entwicklung an den Börsen interpretiert – Stichwort „Contrarian-Theorie“ (Wer soll jetzt noch kaufen, wenn ohnehin die meisten Optimisten entsprechend positioniert sind?). Eines ist unbestreitbar:  Das Dauerdozieren der Experten in den vergangenen Monaten und Jahren über die Alternativlosigkeit der Aktienanlage war nicht umsonst.

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