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20.07.2015

09:00 Uhr

Musterdepots

An Rohstoffen scheiden sich die Geister

Gold ist billig – dennoch verzichtet Anlageprofi Hupfer darauf, es ins Depot zu nehmen. Sein Kollege Kovalenko ist bei Rohstoffen schon aufgeschlossener. Redakteur Kokologiannis treiben inflationsgeschützte Anleihen um.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Seit dem Erreichen eines Preises von knapp 1.900 US-Dollar im September 2011 hat Gold bis heute fast 40 Prozent an Wert eingebüßt. Für europäische Anleger fällt das Minus dank der zwischenzeitlichen Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro mit 25 Prozent etwas geringer aus.

Gold war vor allem als Krisenwährung nach der Pleite der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 und nach dem Ausbruch der Schuldenkrise 2010 bei Anlegern stark begehrt. Die einen befürchteten aufgrund der expansiven Geldpolitik der Notenbanken eine kommende Hyperinflation, andere glaubten sich mit Gold vor dem Zusammenbruch ganzer Währungen wappnen zu können.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Doch ist es bislang weder zu einem starken Inflationsanstieg, noch zu dem Zusammenbruch von Geldsystemen gekommen. Wer nicht Anhänger von Weltuntergangsszenarien ist, lässt zumindest unter Anlagegesichtspunkten die Finger vom Gold.

Im Rahmen unserer Anlagestrategie erwerben wir grundsätzlich keine Edelmetalle oder Rohstoffe als Direktinvestments. Die Prognose von Rohstoffpreisen ist unseres Erachtens extrem schwierig. So konnte man in der vergangenen Jahren häufig beobachten, dass die Preise von Rohstoffen spekulativ und weniger fundamental beeinflusst waren.

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