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16.12.2014

20:56 Uhr

Musterdepots

Anleger müssen Volatilität aushalten

Zum Jahresende spielen die Aktienmärkte noch einmal verrückt. Ausgelöst wird das Hin und Her von der Rubel-Krise und einem stark fallenden Ölpreis. Was das für die Musterdepots bedeutet.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Wer hätte gedacht, dass die Kapitalmärkte so kurz von Weihnachten nochmal komplett verrücktspielen. Ausgelöst durch den scharfen Verfall des Rohölpreises sind in den letzten Tagen die Währungen der erdölfördernden Staaten kräftig unter Druck geraten. Insbesondere der russische Rubel hat Kapriolen geschlagen und seit Anfang Dezember in der Spitze etwa 50 Prozent an Wert gegen den Euro verloren.

Aber auch die norwegische Krone gab in diesem Zeitraum über zehn Prozent nach und befindet sich mittlerweile auf dem gleichen niedrigen Niveau wie zuletzt in der Finanzmarktkrise 2008/2009.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Für langfristig orientierte Kapitalanleger rückt bei diesem Niveau in der norwegischen Krone der Zeitpunkt näher, erste Bestände zu kaufen, denn Norwegen wird als eines der reichsten Länder der Welt, trotz starker Ölabhängigkeit, auch diese Krise überstehen. Allerdings brauchen Anleger hierfür einen längeren Anlagehorizont und müssen die zwischenzeitliche Volatilität aushalten.

Wir werden uns die Marktverzerrungen im Bereich der Rohstoffe und Währungen weiter anschauen. Im Portfolio leiden wir derzeit etwas unter der allgemeinen Unsicherheit insbesondere über unser hohes Exposure am Aktienmarkt. Allerdings rechnen wir auch wieder mit einer Normalisierung und versuchen daher, die Opportunitäten in dieser Marktphase zu erkennen und wahrzunehmen.

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