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09.04.2014

21:02 Uhr

Musterdepots

Anleger zeigen Skepsis

Nach den Privaten nehmen jetzt auch die institutionellen Anleger die Märkte zunehmend als teuer wahr. Für Georgios Kokologiannis keine Überraschung. Warum Anleger jetzt auf Derivate und Bargeld setzten sollten.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

DüsseldorfErneut ist der Dax diese Woche unter den Schlussstand des vergangenen Jahres von 9552 Punkten abgerutscht. Dabei wurden noch bis vor kurzem die meisten Anlageprofis nicht müde zu beteuern, dass es selbstverständlich auch 2014 weiter aufwärtsgehen werde am Aktienmarkt. Der Sprung des deutschen Leitindexes über die 10000er-Marke war zur reinen Formsache erklärt worden.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Doch allmählich ändert sich hier die Erwartungshaltung: „Nach den Privaten werden jetzt auch die institutionellen Anleger zunehmend auf mittlere Sicht skeptisch“, berichtet das Analysehauses Sentix. Die Experten untersuchen regelmäßig die Stimmung der Investoren und ziehen daraus Schlüsse für die weitere Entwicklung der Börsen.

Meine Einschätzung muss ich nicht anpassen: Schon seit Wochen habe ich das Handelsblatt-Musterdepot defensiv ausgerichtet – und bis auf weiteres bleibt es auch dabei: Nur mit etwa einem Viertel des Depotkapitals setze ich auf anziehende Aktienkurse. Zwei Drittel des Geldes steckt dagegen in speziellen Derivaten, die auch bei einer Seitwärtsbewegung der Börsen eine interessante Rendite erzielen - oder sogar von stärkeren Kursrückgängen profitieren. Den Rest halte ich in Form von Bargeld trocken.

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