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26.02.2015

19:53 Uhr

Musterdepots

Attraktive spanische Aktie

Alexander Kovalenko hat Iberdrola in seinem Depot. Der spanische Versorger hat in seinem Portfolio bereits für einen Gewinn von 35 Prozent gesorgt. Daniel Hupfer blickt indes auf das Auseinanderdriften der Notenbanken.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der spanische Versorger Iberdrola setzt seine Internationalisierung fort. In den USA erwirbt der Konzern eine Energiefirma UIL Holdings. Die Transaktionssumme wird auf circa drei Milliarden US-Dollar geschätzt. Diese neue Beteiligung soll mit der bereits bestehenden US-Tochter der Spanier verschmolzen und das neue Unternehmen an die Börse gebracht werden.

Der Kundenstamm des neu entstehenden Versorgers wird auf drei Millionen Verbraucher, vor allem aus dem Osten der USA, geschätzt. Die Transaktion muss noch von den US-amerikanischen Kartellbehörden bewilligt und im Falle der positiven Entscheidung bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Außerhalb des heimischen Marktes ist Iberdrola bereits in Großbritannien, Lateinamerika und dort vor allem in Brasilien sowie in den USA stark vertreten. Die voranschreitende Internationalisierung ist teilweise eine Notmaßnahme, denn die Rahmenbedingungen auf dem spanischen Heimatmarkt haben sich seit einigen Jahren sukzessive verschlechtert. Vor allem eine neue Steuer auf die Stromherstellung sowie eine massive Kürzung der Subventionen für erneuerbare Energien haben den Spaniern seit 2011 bereits etwa 1,4 Milliarden Gewinn gekostet. Auf der anderen Seite hat der Konzern in den letzten Monaten von der Euro-Abwertung stark profitiert.

Mit der Iberdrola-Aktie haben wir bisher über 35 Prozent Gewinn (inklusive Dividende) gemacht. Trotz der erfreulichen Kursentwicklung bleibt sie jedoch laut unserer Analyse relativ günstig und bleibt im Musterdepot.  

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