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20.07.2014

18:42 Uhr

Musterdepots

Auf die Hochzeit folgte die Trennung

Auch wenn es nur Gerüchte sind: Sollte sich herausstellen, dass VW eine Fusion mit Fiat/Chrysler plant, wird sich Daniel Hupfer von VW-Aktien trennen. Mit einem Blick auf vergangene Vermählungen erläutert er, warum.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Bereits vor einigen Tagen haben wir die konjunkturelle Entwicklung in den USA kommentiert. In der Summe gehen wir von einer weiteren Erholung aus. Dieser Wirtschaftsraum ist für unser Portfolios von großer Bedeutung, da wir nahezu ein Drittel aller Aktien-Investments dort getätigt haben.

Von dieser Übergewichtung hat das Portfolio sehr profitiert. Sowohl der S&P 500-ETF als auch der Nasdaq-ETF haben seit dem Kauf nahezu zehn Prozent gewonnen. Aber auch die Einzelinvestitionen in wie zum Beispiel Cognizant legten zu.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Zusätzlich untermauert durch die konstruktive Charttechnik halten wir an dieser Übergewichtung fest, um weiter an dieser positiven Marktsituation zu partizipieren. Sowohl der Dow Jones als auch der S&P befinden sich in einem intakten Aufwärtstrend.

Die Nasdaq dagegen vollzieht eher eine Phase der Konsolidierung nachdem der Index im Juni deutlich gewinnen konnte Nach dieser Phase erwarten wir -von guten Konjunkturzahlen gestützt- neue Höchstkurse. Zusätzlich profitierten unsere US-Werte im Juli von der Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro in Höhe von 1,5 Prozent. 

Mit einer Spur Argwohn begleiten wir die Gerüchte, dass VW an Fiat/Chrysler interessiert sein könnte. Nur zu präsent sind noch die Erinnerungen an die gescheiterten Megafusionen von Daimler und Chrysler oder auch BMW und Rover in den Jahren zuvor. Wir halten an den Beständen an VW Vorzugsaktien fest, da aus unserer Sicht das Unternehmen attraktiv bewertet ist.

Sollten sich aber die Gerüchte konkretisieren, würden wir uns von dieser Position trennen, da wir aus heutiger Sicht keinen erkennbaren Mehrwert einer Fusion für VW erkennen können.

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