Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.09.2016

18:03 Uhr

Musterdepots

Aufwind aus Japan

Die geldpolitischen Entscheidungen der japanischen Notenbank beflügeln europäische Banktitel. Für den Depotstrategen Sönke Niefünd ist das allerdings nur ein kurzfristiger Effekt, der bald verpufft.

Sönke Niefünd

Sönke Niefünd

Sönke Niefünd

Die Börsen Europas haben am Mittwoch mit deutlichen Gewinnen auf die Beschlüsse der japanischen Notenbank reagiert. Diese will die Wirtschaft weiter so schnell wie möglich ankurbeln und den Banken vor allem auf der Zinsseite durch verschiedene Maßnahmen Luft verschaffen. Das gab den japanischen Bankenwerten Auftrieb und dieser Funke sprang auf die gesamte weltweite Branche über, sodass der Bankensektor in Europa mit einem Plus von 1,95 Prozent den Spitzenplatz unter den 19 Branchen einnahm.

Sönke Niefünd

Der Anleger Niefünd

Das Anlageziel besteht darin, nachhaltig zu investieren und dabei einen langfristigen Vermögenszuwachs zu erzielen. Dazu werden je nach Einschätzung der Wirtschafts- und der Börsenaussichten Wertpapiere erworben und veräußert. Dabei wird besonders auf die Risikostreuung geachtet.

Der Stratege Niefünd

Unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien der Themengebieten Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance), auch ESG-Ansatz genannt. Das Mandat wird aktiv gemanagt, gleichzeitig werden jedoch strategisch langfristig Positionen gehalten. Wir verfolgen die Umsetzung der „Politik der ruhigen Hand“. Es werden Fonds, ETFs und Einzeltitel gekauft, die unseren Kriterien erfüllen. Die Auswahl der Einzeltitel erfolgt in den Themengebieten innerhalb der 4 Säulen Wirtschaftliches, Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG-Ansatz). Ausgewählte Wertpapiere haben in jedem Bereich mindestens 65 Punkte von 100 Punkten im Bereich der Nachhaltigkeit. Zudem kommen Negativkritieren und ein Best-in-Class Ansatz bei der Einzeltitelauswahl zum Tragen.

Die Regeln Niefünd

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Sönke Niefünd hat allerdings zum 1. August 2016 das Depot von Daniel Hupfer von der M.M. Warburg übernommen. Den Kommentatoren steht es frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dabei fällt auf, dass insbesondere die schwächsten Bankenwerte die rasantesten Aufholjagden hinlegten. Im EuroStoxx, dem Leitindex der Eurozone, waren die Titel der ING Group Favorit mit plus 3,32 Prozent. Im englischen FTSE 100 Index legten die Aktie der Bank Barclays um 3,09 Prozent zu und im Pariser CAC 40 waren die Papiere der Credit Agricole Favorit mit plus 3,45 Prozent.

Die jüngste Erholung basiert teilweise darauf, dass diese Titel zuvor auch am stärksten gefallen sind und weniger damit, dass sich die langfristigen Geschäftsaussichten dramatisch verbessert hätten.

Unserer Meinung nach entspannt sich die Lage nur kurzfristig, wir investieren weiterhin nicht in die Bankaktien. Denn die Stabilisierung an den Aktienmärkten anhält und die Rentenmärkte nicht einbrechen, dann dürfte das den Banken dabei helfen auskömmliche Ergebnisse zu erzielen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×