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08.02.2016

17:19 Uhr

Musterdepots

Bärenmarkt am Rosenmontag

Die europäischen Börsen sind am Rosenmontag mit massiven Verlusten in die Woche gestartet. Hohe Kassenbestände helfen die Verluste der Musterdepots zu begrenzen.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Die europäischen Börsen sind am Rosenmontag sehr unfreundlich in die neue Woche gestartet. Ähnlich schlecht geht es auch anderen europäischen Indizes. Ein vor etwa zwei Wochen aufgebauter Liquiditätsbestand hilft unserem Musterdepot derzeit die Verluste zu begrenzen. Außerdem erfüllt das „SR wisdom capital spekulativ“-wikifolio von Sebastian Reese im aktuellen Umfeld hervorragend seine Diversifikationsrolle.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Es basiert auf einer eigenentwickelten flexiblen Tradingstrategie von Herrn Reese und wurde von uns zwecks Strategiediversifikation in unser ansonsten sehr fundamental ausgerichtetes Musterdepot aufgenommen. Zwischen 2014 und 2015 konnte das wikifolio performancetechnisch nicht mit den Spitzenreitern wie „Dividende und Eigenkapital Deutschland“ von Holger Degener oder „ETF-Werte des ICAX“ von Uwe Freier konkurrieren, dafür zahlt sich die Flexibilität des Ansatzes von Herrn Reese momentan aus.

Seit einigen Wochen war der Portfoliomanager sehr defensiv und hielt eine hohe Liquiditätsquote. Ende letzter Woche hat er die kräftigen Kurssteigerungen bei Minenaktien zum Ausstieg genutzt und somit fast 100 Prozent Cash aufgebaut. Da das „SR wisdom capital spekulativ“-wikifolio eine relativ niedrige Korrelation zum Restdepot und dem breiten Markt aufweist, war die Position von der Reduktion der Investitionsquote nicht betroffen und hat derzeit die höchste Gewichtung im Gesamtportfolio.    

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