Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.11.2015

19:26 Uhr

Musterdepots

Baldrian gegen nervöse Börsen

Spezielle Papiere können ein Portfolio stabilisieren, wenn die Zeiten unruhiger werden. Handelsblatt-Redakteur Georgios Kokologiannis hat sich deshalb für ein Bonuszertifikat auf den Dax entschieden.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Ende vergangener Woche habe ich eine neue Position an Reverse-Bonuszertifikaten auf den Dax aufgebaut (WKN: PS77MY). Sie sollen dazu beitragen, das Handelsblatt-Depot zu stabilisieren, wenn die Nervosität an den Börsen wieder zunimmt. Denn diese speziellen Papiere entwickeln sich tendenziell entgegengesetzt zum heimischen Aktienmarkt - legen mit der Zeit aber auch dann allmählich an Wert zu, wenn die Notierungen unter dem Strich nur noch seitwärts laufen.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der Kaufzeitpunkt bei einem Dax-Stand oberhalb von 11.000 Punkten scheint nicht schlecht gewählt gewesen zu sein: Nach dem Kursrutsch des deutschen Leitindexes am Montag liegen die Reverse-Papiere bereits mehr als zwei Prozent im Plus. Rund zwölf Prozent weiterer Gewinn lassen sich jetzt damit noch erzielen. Einzige Bedingung: Der Dax bleibt bis Mitte Juni kommenden Jahres unter der Marke von 12.800 Zählern.

Wichtig: Diese Absicherungsprodukte dienen lediglich als Ergänzung des bisherigen Musterportfolios. Nur in Kombination mit den anderen Bausteinen passen die Reverse-Papiere zu meiner auf Verlustvermeidung ausgerichteten Strategie. Denn falls der Dax doch unerwartet stark weitersteigen sollte - und bis zum nächsten Frühsommer die Barriere bei 12.800 Punkten knackt - kann die Position separat betrachtet zum Minusgeschäft werden.

Hinweise zu den ausführlichen Berichten über die Musterdepots gibt es bei Twitter unter dem Konto: @kokologiannis

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×