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20.11.2014

22:17 Uhr

Musterdepots

Beeinflussung durch Medien reduzieren

Mittels computergestützter Prognosemodelle versucht Daniel Hupfer den Medieneinfluss auf das Depot zu minimieren. Die Modelle rechnen vor, dass es an den Börsen bis Jahresende keine großen Schwankungen mehr geben wird.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Wir verfolgen mit unserem Privatbank-Depot eine Anlagestrategie mit Fokus auf Aktien, Anleihen und ETFs, wobei die Gewichtungen der einzelnen Anlageklassen aktiv je nach Marktumfeld angepasst werden. So liegt unsere Aktienquote derzeit bei etwa 60 Prozent und damit gut 20 Prozentpunkte niedriger als in den Sommermonaten.

Unser Investmentprozess ist fundamental orientiert, das heißt wir treffen unsere Anlageentscheidungen vor allem auf Basis unserer Einschätzung zur globalen Konjunktur und der Geldpolitik der Notenbanken. Um die Vielzahl an konjunkturrelevanten Daten auszuwerten, nutzen unsere Volkswirte eigens programmierte computergestützte Prognosemodelle, die mittlerweile seit über 15 Jahren im Einsatz sind.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Diese tendenziell nüchterne Auswertung von Konjunktur- und Kapitalmarktdaten ist vor allem in schwierigen Marktphasen hilfreich, da so eine objektive Betrachtung der Marktlage möglich ist. Die Beeinflussung durch Medien und die allgemeine Marktstimmung können wir damit zumindest reduzieren.

Bis zum Jahresende erwarten wir an den internationalen Aktienmärkten keine großen Schwankungen mehr. Die Handelsaktivität sollte in den kommenden Wochen weniger werden, da sich viele große Investoren bereits auf den Jahresabschluss vorbereiten. Wir werden weiterhin versuchen, Opportunitäten zu entdecken und zu nutzen, um den ein oder anderen Prozentpunkt an Wertentwicklung zu erzielen.

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