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29.06.2014

11:27 Uhr

Musterdepots

Bei 10.000 Punkten muss nicht Schluss sein

Daniel Hupfer wirft einen Blick auf die deutsche Aktienkultur, Alexander Kovalenko erklärt, warum die aktive Anlage auf dem Vormarsch ist und Georgios Kokologiannis kann mit einer Auszahlung Verluste neutralisieren.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Der Dax kämpft aktuell weiter mit der Marke von 10.000 Punkten und bewegt sich damit nahe der Allzeithöchststände. Nicht wenige Beobachter haben diese Entwicklung in den vergangenen Wochen und Monaten mit Erstaunen, Unglauben oder Kopfschütteln verfolgt.

Neben den eigenen schlechten Erfahrungen, die viele Anleger mit Aktien in den vergangenen Jahren gemacht haben, haben auch die Medien einen nicht unerheblichen Anteil an der weit verbreiteten Skepsis deutscher Anleger gegenüber Aktien.

So wird häufig der Eindruck vermittelt, dass die Kurse bei rationalem Abwägen aller Argumente eigentlich eher tiefer als höher stehen müssten und doch spätestens bei 10.000 Dax-Punkten Schluss mit der Börsenparty sein müsse.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wir sehen das nach wie vor nicht so und rechnen in den kommenden Wochen mit neuen Höchstständen, denn die Gewinnerwartungen der Unternehmen sind weiterhin solide und die globalen Konjunkturdaten können mehrheitlich positiv überraschen.

Dennoch gehört die ständige Überprüfung des Portfolios zu unseren wichtigsten Aufgaben. Entscheidend bleibt es auch in den kommenden Monaten, das Gewicht der verschiedenen Anlageklassen in der Anlagestrategie je nach Veränderung der Rahmenbedingungen anzupassen.

Aktuell lassen wir trotz der zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten die Portfoliostruktur mit etwa 75 Prozent Aktien beziehungsweise Aktienfonds und etwa 25 Prozent Anleihen bestehen. Zwar beunruhigt uns die zunehmende Eskalation in der Ukraine und im Irak, allerdings halten wir die weltwirtschaftlichen Folgen dieser Krisenherde derzeit noch für überschaubar.

Wichtig ist, dass ein starker konjunktureller Abschwung oder gar eine neue Rezession derzeit nicht erkennbar sind.

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