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10.09.2015

18:42 Uhr

Musterdepots

Bei Apple könnten höhere Dividenden locken

VonGeorgios Kokologiannis

Die Sorge um die chinesische Konjunktur schockt die Manager der Handelsblatt-Musterdepots nicht. Sie sehen sich eher als Optimisten, was den Gesamtmarkt angeht – aber auch einen Einzelwert wie Apple.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

DüsseldorfWas für ein Desaster bei den Versorgertiteln. Diesmal erwischte es Eon. Gut 7,6 Prozent verlor die Aktien und fiel auf den tiefsten Stand seit vielen Jahren. Der Grund: Der Versorger kündigte an, dass seine Kernkraftwerke in Deutschland nicht wie geplant in die neue Gesellschaft Uniper gehen. Eon reagiert damit auf Pläne für eine Änderung des Haftungsgesetzes. Die Bundesregierung will verhindern, dass Eon im Fall einer Abspaltung der Atomkraftwerke in eine neue Gesellschaft nur noch fünf Jahre für zusätzliche Kosten haften muss. Eon-Papiere haben seit Jahresbeginn mehr als 30 Prozent an Wert eingebüßt.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Versorgertitel galten einst als Anker im Depot. Konstante, krisenfeste Einnahmen aus dem Strom- und Gasgeschäft sorgten für geringe Volatilität und gute Dividenden. Das gilt längst nicht mehr. Was das Beispiel zeigt: Wer nur wenige Einzeltitel im Depot hat, kann böse Überraschungen erleben. Volatilität gleichen nicht nur „Blue Chips“ aus, sondern vor allem eine breite Streuung.

Was das Beispiel auch noch zeigt: Unternehmen verändern sich mit den Jahren. Solche Veränderungen können fundamental sein. Wer sein Depot nicht regelmäßig überprüft und umstellt, geht ein Risiko ein. Trotz solcher Turbulenzen bei Einzelaktien stelle ich mein Depot nicht um. Eon spielt darin keine große Rolle.

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