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09.11.2014

13:46 Uhr

Musterdepots

Berichtigte Berichte

Trotz Konjunkturschwäche konnten viele europäische Titel die eigenen Erwartungen übertreffen und gute Quartalsergebnisse präsentieren. Bei einer solchen Betrachtung wird aber ein Fakt unterschlagen, weiß Daniel Hupfer.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Berichtssaison in Europa ist bislang wie in den USA auch positiv ausgefallen. Zwar liegt der Anteil der positiven Gewinnüberraschungen mit 60 Prozent im Euro-Stoxx-600 und mit 67 Prozent im Euro-Stoxx-50 niedriger als in den USA. Allerdings sind beide Werte höher als in der Vergangenheit, in der es den europäischen Unternehmen oftmals kaum gelungen war, mehrheitlich mit Gewinnüberraschungen zu überzeugen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

In Europa stellt sich die konjunkturelle Situation aus unserer Sicht derzeit anders dar als in den USA. Wir rechnen damit, dass die Wirtschaft der Eurozone auch im Jahr 2015 nicht stark wachsen wird und lediglich erneut das Wachstum des Jahres 2014 erreicht. Wie gut Anleger in diesem Umfeld profitieren können hängt daher entscheidend von der Aktienselektion ab.

Wir erwarten, dass sich Aktien von Unternehmen besser entwickeln, die Preissetzungsmacht besitzen, die Produkte in schneller wachsenden Märkten absetzen und die am schwachen Euro verdienen.

In den USA konnten mehr als 75 Prozent aller Unternehmen aus dem Nasdaq 100 die Gewinnerwartungen übertreffen, bei den S&P 500-Unternehmen waren es fast 80 Prozent. Diesem aus unserer Sicht positiven Eindruck von der US-Berichtssaison steht jedoch entgegen, dass die Gewinnerwartungen für 2014 und 2015 bereits seit vielen Monaten abwärts revidiert wurden. Die Hürde für die US-Unternehmen ist demnach immer niedriger gelegt worden. Dies hat wesentlich dazu beigetragen, dass höhere Gewinne als erwartet berichtet wurden.

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