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02.03.2016

17:33 Uhr

Musterdepots

Besser als der Markt

Nach 25 Monaten Musterdepots zieht der Handelsblatt-Autor Bilanz. Sein Fazit fällt überaus positiv aus. Sein Depot weist eine jährliche Rendite von sieben Prozent auf, nicht zuletzt dank einer bestimmten Anlageart.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Frankfurt am MainFünfundzwanzig Monate sind vergangen seit dem Start der Musterdepots. Zeit für die regelmäßige Zwischenbilanz: Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Das Portfolio entwickelt sich in Übereinstimmung mit meinen beiden übergeordneten langfristigen Zielen: Einer jährlichen Rendite von durchschnittlich sechs bis acht Prozent – und einer deutlich niedrigeren Wertschwankung im Vergleich zum Gesamtmarkt.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der aktuelle Wertzuwachs entspricht umgerechnet einer Rendite von mehr als sieben Prozent per annum und befindet sich exakt im angepeilten Ertragskorridor. Den Abstand zur Gewinnentwicklung des Vergleichsindexes „Stoxx 50“ hat das Handelsblatt-Depot erneut ausgebaut – auf inzwischen über 16 Prozentpunkte.

Wegen des hohen Anteils an speziellen Anlagezertifikaten, die sich asymmetrisch zum Aktienmarkt entwickeln, lässt sich das Risikoprofil des Handelsblatt-Depot derzeit wie folgt skizzieren: Rutschen die Börsenkurse in den kommenden Monaten ab, partizipiert das Portfolio nur zu rund 80 Prozent an den Verlusten. Legen die Notierungen dagegen um bis zu einem Zehntel zu, liegt die Beteiligung daran deutlich höher – im Schnitt bei mehr als 180 Prozent. Im Gegenzug ist aber der Maximalgewinn begrenzt.

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