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01.04.2015

19:34 Uhr

Musterdepots

Bilanz der Börsen

Das erste Quartal 2015 ist geschafft. Zeit für die Autoren der Musterdepots, Bilanz zu ziehen. Sie blicken auf die Rekordjagd des Dax, die Performance der US-Börsen und die Entwicklung einzelner Aktien zurück.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der Börsenmonat März 2015 wurde an den europäischen Börsen vor allem durch das gestartete Anleihekaufprogramm der EZB sowie günstige Konjunkturdaten geprägt. Der Euro Stoxx 50 Index, welcher als Benchmark für unser Musterdepot gilt, ist in der Berichtsperiode um etwa 2,8 Prozent gestiegen. Die Entwicklung unseres Aktienkernportfolios fiel im März uneinheitlich aus.

Belastend wirkten die Titel aus dem Rohstoff- beziehungsweise Stahlsektor. Das Schlusslicht bildete die Anglo-American-Aktie, die in Euro gerechnet über 13 Prozent einbüßen musste, Eni hat 3,3 Prozent und Voestalpine 2,4 Prozent verloren.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Sehr erfreulich verlief dagegen die Kursentwicklung bei den Neuzukäufen von Ende Februar – Kesko und Michelin. Die Michelin-Aktie ist um solide 7,7 Prozent gewachsen, die Aktie des Einzelhandelskonzerns aus Finnland war mit plus 12,5 Prozent der Spitzenreiter im März. Die finnischen Investments haben unser Portfolio generell sehr gut gestützt. Neben der bereits erwähnten Kesko konnte die UPM Kymmene mit acht Prozent stark zulegen. Seit der Depotauflage weist die Aktie des finnischen Papierproduzenten eine Performance von über 65 Prozent (inklusive Dividende) auf.

Mit der Entwicklung unserer Ziel-wikifolios sind wir im Großen und Ganzen ebenfalls zufrieden. Das „Dividende und Eigenkapital Deutschland“ von Holger Degener und das „ETF-Werte des ICAX“ von Uwe Freier haben um 4,1 beziehungsweise 4,7 Prozent zugelegt. Das „Kurschancen bei Turnaround-Kandidaten“-wikifolio von Martin Zipfel und „USD Opportunities“-wikifolio von Christoph Breetz entwickelten sich eher neutral. Nur das „SR wisdom capital spekulativ“ von Sebastian Reese rutschte mit Minus einem Prozent merklich in den negativen Bereich.

Kommentare (1)

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Jupp Zocker

02.04.2015, 09:41 Uhr

Lieber Herr Kokologiannis,

Sie vergleichen sich gerne mit dem EuroStoxx 50. Wenn Sie Bilanz ziehen, dann sollten Sie selbstkritisch einsehen, dass Ihre Strategie nicht funktioniert hat, in der aktuellen Marktphase, wo der ESTX +20% im Vergleich zu Ihren -0,4% (Dank der Reverse Zerties) gemacht hat.

Ein simpler ETF zu 0,09% Kosten p.a. hätte Ihr Depot bei weitem geschlagen. Ihre größte Position ist aktuell ca. 4300 Euro im Minus Tendenz steigend.

Bei allem Respekt vor Ihrer Vorgehensweise und Wertschätzung für Ihre kritischen Kommentare. Die jetztige Phase ist nichts für Perma-Bären.

Ihnen ein frohes Osterfest!

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