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28.04.2015

20:32 Uhr

Musterdepots

Börsen-Bullen ade?

Dass die Euro-Krise an den Finanzmärkten vorbeigeht, ist ein Irrtum. Das zumindest glaubt Georgios Kokologiannis und sichert sich ab. Für das Depot von Daniel Hupfer ist Europa dagegen passé. Er investiert anderswo.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Jeder zweite Börsianer erwartet inzwischen, dass es binnen Jahresfrist den sogenannten „Grexit“ geben wird. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Investmentberatung Sentix hervor. Befragt wurden mehr als eintausend private und institutionelle Anleger aus über 20 Ländern. Die Beteuerungen der Politik, es gebe kein anderes Szenario als den Euro-Verbleib Griechenlands, würden von rund der Hälfte der Investoren nicht für bare Münze genommen - so die Interpretation der Sentix-Experten.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Was die Anleger aber dennoch offensichtlich nur zu gerne glauben möchten: Dass der Beginn eines Auseinanderbrechen der Euro-Zone angeblich keine nennenswerten Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben soll. Das behaupten immer mehr Börsen-Optimisten. Ich bin da deutlich skeptischer und habe mein Musterdepot gegen plötzliche Kurseinbrüche am Aktienmarkt nahezu vollständig abgesichert.

 

Absolut übergeordnetes Ziel des defensiv ausgerichteten Musterdepots ist es, bei deutlich geringeren Schwankungen als an den Aktienmärkten eine möglichst kontinuierliche Rendite von im Schnitt sechs bis acht Prozent jährlich zu erreichen. Und seit Auflegung Ende Januar vergangenen Jahres hat das Portfolio bisher eine Per-annum-Rendite von 8,4 Prozent erzielt. Der Wert liegt damit sogar leicht oberhalb der angepeilten Ertragsspanne. Gleichzeitig ist die Volatilität des Portfolios durchgängig niedriger als an den Börsen.

Das soll auch in den kommenden Monaten so bleiben. Ganz egal ob sich die griechische Regierung für den Verbleib des krisengeplagten Landes in der Eurozone entscheidet – oder nicht.

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