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28.03.2016

16:57 Uhr

Musterdepots

Börsen nach Plan

Die Aktienmärkte in Europa entwickeln sich gemäß seinen Erwartungen, schreibt Autor Daniel Hupfer. Spannender sind die Märkte in den USA. Dort warten auf die Anleger Jahreshöchststände.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Entwicklung an den Aktienmärkten entspricht unseren Erwartungen. Nachdem die europäischen Börsen den seit Jahresbeginn vorherrschenden Abwärtstrends durchbrochen haben und etwa die Hälfte der entstandenen Verluste wieder aufholen konnten, treten wir nun in die Phase der Konsolidierung ein. Für den Dax und den EuroStoxx erwarten wir somit für die Osterwoche eine eher seitwärts gerichtete Tendenz.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Situation in den USA ist charttechnisch etwas spannender: Sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 bewegen sich über dem 200-Tage-Durchschnitt und markieren neue Jahreshöchststände. Hier könnte die Tendenz durch gute Konjunktur- und Unternehmensdaten weitere anhalten. Auf Basis unser gehaltenen Einzeltitel sehen wir heute keine kurstreibenden Informationen und nach den Transaktionen der vergangenen Tage haben wir auch keinen Handlungsbedarf. Für unsere Anleihen bedeutet der Tag ebenfalls weitere Kursgewinne. Unternehmensanleihen und High-Yield-Anleihen bleiben weiter gefragt.

Am gestrigen Tag hat die Deutsche Post zwei Anleihen mit einem Volumen von 1,25 Milliarden Euro begeben. Interessant ist, dass im Rahmen der Ankündigung höhere Renditeaufschläge avisiert wurden, als dann letztlich bei der eigentlichen Emission realisiert werden konnten. Die fünfjährige Anleihe weist eine Emissionsrendite von 0,5 Prozent auf. Selbst dieses geringe Renditeniveau hat eine hohe Nachfrage erzeugt. Mit den heutigen Kursen konnten sehr kurzfristig orientierte Investoren 1,0% Kursgewinn realisieren. Wir erkennen darin den weiterhin enormen Anlagebedarf konservativ ausgerichteter Investoren.

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