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19.10.2016

17:08 Uhr

Musterdepots

Bonuszertifikate schlagen den Dax

Deutlich besser entwickelt als der deutsche Aktienindex haben sich in den vergangenen Monaten spezielle Anlageprodukte, die auch im Handelsblatt-Depot eingesetzt werden. Das zeigt eine aktuelle Analyse.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Wer im vergangenen Quartal mit Hilfe von sogenannten Bonuszertifikaten auf den Dax gesetzt hat, erzielte im Schnitt eine 3,3 Prozent höhere Rendite als bei einem Direktinvestment in den deutschen Aktienindex. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des Datendienstleisters SmartTrade, der für Investoren, Banken und Asset Manager Risiken berechnet und Finanzinstrumente bewertet.

Hintergrund: Bonuszertifikate sind besonders geeignet für Marktphasen, in denen die Aktienmärkte längere Zeit tendenziell auf der Stelle treten oder sich nur zögerlich in eine bestimmte Richtung bewegen - so wie zuletzt. Auch im Handelsblatt-Musterdepot werden diese Anlageprodukte daher regelmäßig erfolgreich eingesetzt.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Bonuszertifikate sind verhältnismäßig einfach aufgebaute Derivate und können Verlustrisiken im Depot verringern. Vor allem in Börsenphasen wie momentan, in denen die Aktien- und Rohstoffmärkte seitwärts laufen oder nur leicht steigen oder fallen, spielen Bonuszertifikate ihre Stärken aus.

Das liegt an ihrem Aufbau: In ihrer einfachsten Form werden diese Papiere durch zwei Kursschwellen charakterisiert. Zum einen durch die sogenannte "Barriere" auch Absicherungsniveau genannt, die bei Emission des Zertifikats unterhalb des Kurses des Basiswerts festgesetzt wird. Zum anderen durch das "Bonuslevel", das über der zu diesem Zeitpunkt aktuellen Notierung angesiedelt ist.

Solange der Kurs des Basiswerts - das kann zum Beispiel eine Aktie oder ein Börsenindex sein - während der Laufzeit nie bis auf die Barriere fällt, erhalten Anleger bei Fälligkeit des Produkts einen fixen Bonusbetrag ausbezahlt.

Grundsätzlich gilt: Wählt der Anleger ein Produkt mit einer sehr tiefen Barriere, ist sein Einsatz vergleichsweise gut abgesichert. Im Gegenzug fällt der Bonus dann aber entsprechend geringer aus. Wer eine hohe Bonusrendite im Auge hat, muss einen kleineren Risikopuffer in Kauf nehmen. Bleibt die Barriere unversehrt, gibt es den Bonus. Nur falls die Barriere gerissen wird, können zum Laufzeitende Verluste entstehen.

Nicht nur Dax-Bonuszertifikate haben sich zuletzt vorteilhaft entwickelt: Zwischen Anfang Juni und Ende September dieses Jahres haben nur drei Prozent von insgesamt 315.000 Papieren, die SmartTrade untersucht hat, einen Barriere-Bruch erlitten.

Kommentare (2)

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Herr Michael Müller

19.10.2016, 17:32 Uhr

Zertifikate sind Wetten gegen die Bank, wobei die Bank sofort den vollen Wetteinsatz kassiert, keine Sicherheiten bietet und die Wettregeln nachträglich ändern kann!

Bei Wetten gegen die Bank, gewinnt die Bank immer!

Einziger Grund für einen Kauf: "Gier frißt Hirn!"

Account gelöscht!

19.10.2016, 18:01 Uhr

Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

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