Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.07.2014

21:30 Uhr

Musterdepots

„Cash ist wieder King“

Die Ukraine-Krise sorgt für eine erhöhte Volatilität an den Börsen. Vor allem in Europa kämpfen die Märkte gegen die Unsicherheit. Eine schwere Zeit für die Musterdepots. Wie die Autoren das Börsengeschehen einschätzen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Die bis vor kurzem noch dominierende Sorglosigkeit an den Anlagemärkten geht allmählich verloren. So nehmen beispielsweise die Kursschwankungen an den europäischen Börse zu. Anfang der Woche sind die Volatilitätsindizes deutlich nach oben geschnellt. Der VDax etwa, der die Nervosität der Anleger am deutschen Aktienmarkt abbildet, hat um sieben Prozent zugelegt und markiert damit ein Zwei-Monatshoch.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Das ruft auch Anlageexperten auf den Plan: So warnen jetzt etwa Strategen von Axa Investment Managers, dass risikoreichere Anlageklassen anfällig für eine Korrektur zu sein scheinen. Viele Bewertungen seien schlicht zu hoch. Das betreffe auch festverzinsliche Papiere: Die gegenwärtige Situation an den Anleihemärkten sei für Anleger wie ein Giftcocktail: Die Bewertungen seien hoch, eine Korrektur durch erhöhte geopolitische Risiken erscheine wahrscheinlich, und gleichzeitig sei zu wenig Liquidität vorhanden. 

Insgesamt habe dies dazu geführt, dass einige renommierte Investoren bereits ihre Bargeld-Vorräte aufgefüllt hätten. Fazit der Profis: „Im Moment sieht alles danach aus, dass Cash wieder King ist.“ Ich schließe mich dieser Einschätzung an und halte mittlerweile rund ein Drittel des Depotkapitals in Form von Bargeld. In den kommenden Tagen und Wochen dürften sich interessante Zukaufmöglichkeiten ergeben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×