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20.05.2014

21:44 Uhr

Musterdepots

Charttechnik, Fundamentaldaten oder Bauchgefühl?

Die Lage an den Börsen ist schwer einzuschätzen. Die Autoren folgen unterschiedlichen Ansätzen, um Licht ins Dunkeln zu bringen. Doch welche Strategie am Ende die Beste ist, wird sich erst in einigen Tagen herausstellen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Das Geschehen an den Aktienmärkten ist derzeit ein Wechselbad der Gefühle. Obwohl der amerikanische S&P-500 und der Dax knapp unter ihren Allzeithöchstständen notieren, ist die Stimmung unter den Marktteilnehmern derzeit mehrheitlich negativ. Und dies obwohl die Belastung durch die Krim-Krise immer geringer wird.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Viele Investoren trauen den aktuellen Indexständen nicht da sie der Meinung sind, die Indizes sind der konjunkturellen Entwicklung und den Unternehmensgewinnen voraus gelaufen. Dazu kommt ein Unbehagen bezüglich der US-Notenbankpolitik, die damit begonnen hat, ihre Liquiditätsspritzen zu verringern. Sollte die aktuelle Geschwindigkeit des Tapering beibehalten werden, läuft das Anleihekaufprogramm am Ende dieses Jahres aus.

Auf der anderen Seite wiederum mehren sich die Anzeichen, dass die europäische Zentralbank weitere expansive geldpolitische Schritte vornehmen wird. Die Verwirrung wird komplett, wenn man die unterschiedlichen Verläufe der Unternehmens-Berichtssaison betrachtet. In den USA war diese gut, in Europa dagegen sehr durchwachsen.

Insgesamt ist es also nicht einfach aus dieser Gemengelage an unterschiedlichen Daten und Entwicklungen die richtigen Schlüsse für die Anlagepolitik zu ziehen. Uns hilft in solchen Marktphasen die Auswertung unserer fundamental geprägten Kapitalmarktmodelle.

Derzeit zeigen uns diese, dass die aktuelle Konjunkturdynamik der Weltwirtschaft leicht positiv ist und Investoren mehrheitlich nach wie vor risikobehaftete Anlageklassen im Gegensatz zu risikofreien Kapitalanlagen präferieren. Da wir auch von der Geldpolitik mit weiterer Unterstützung rechnen, behalten wir zunächst unsere hohe Aktiengewichtung bei.

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