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28.07.2015

18:59 Uhr

Musterdepots

China befindet sich nicht in einer Rezession

Alexander Kovalenko stockt seine Michelin-Position auf, Daniel Hupfer versucht hinsichtlich China Ruhe zu bewahren, während Georgios Kokologiannis größere Vorsicht für angebracht hält. Die Musterdepots.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der französische Reifenhersteller Michelin hat am Dienstag seine Halbjahresergebnisse präsentiert. Der Umsatz wurde um 8,5 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro gesteigert, was leicht über Erwartungen der Analysten lag. Der Netto-Gewinn stieg um 13,3 Prozent auf 624 Millionen Euro. Jedoch hat die Michelin-Aktie, die sich auch in unserem Aktienkernportfolio befindet, im Tageshandel bis zu sieben Prozent schwächer notiert.

Der Grund dafür war ein Kommentar seitens des Unternehmens, dass die fallenden Reifenpreise eine ernste Herausforderung für den Konzern darstellen. Der Preisdruck kommt in erster Linie von Wettbewerbern aus dem günstigen Marktsegment zustande und dies vor allem an den asiatischen Absatzmärkten.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Nichtsdestotrotz hat der Konzern seine Jahresziele bestätigt, gleichzeitig aber eingeräumt, dass die nun schwieriger zu erreichen seien. Starken Rückenwind erhält das Unternehmen durch den günstigen Euro, was bislang die Belastung des Preiswettbewerbs mehr als kompensieren konnte.

Wir nutzen den stärksten Tagesverlust seit vier Jahren sowie die allgemeine Marktschwäche von den letzten Tagen, um die Michelin-Position um etwa 25 Prozent aufzustocken. Laut unserer Analyse bleibt der Titel signifikant unterbewertet und wir gehen davon aus, dass der Konzern die operativen Herausforderungen in den Griff bekommt.

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