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05.08.2015

20:46 Uhr

Musterdepots

China kommt im Depot an

Das schwache Wachstum auf Chinas Automarkt wirkt nun auch auf Daniel Hupfers Depot aus. Er wagt einen Ausblick. Nicht geschadet hat die China-Schwäche Voestalpine im Depot von Alexander Kovalenko.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Aktien des französischen Automobilzulieferers Valeo sind in den vergangenen Wochen an der Börse weit durchgereicht worden. So verlor der Wert seit dem Hoch Ende Mai über 20 Prozent an Wert.Unternehmensnachrichten, die eine solche Aktienkursentwicklung rechtfertigen, wurden in dieser Zeit nicht veröffentlicht. Wir führen die Preisabschläge auf das in den vergangenen Wochen deutlich schlechter gewordenen Sentiment hinsichtlich der Automobilbranche zurück.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Hintergrund hierfür ist die schwache Wachstumsdynamik der chinesischen Volkswirtschaft und das zuletzt abgenommene Wachstum der Zulassungszahlen in China. Vergangene Woche bestätigte Valeo mit der Veröffentlichung der Zahlen des zweiten Quartals den Trend der vergangenen Quartale. Umsätze und Gewinne konnten weiter gesteigert werden und der Auftragseingang legte auf einen Rekordstand von 10,7 Milliarden Euro zu. Die Prognose für das Gesamtjahr 2015 wurde angehoben. Wir bleiben daher positioniert und halten die aktuelle Kursschwäche für eine Kaufgelegenheit.

Auch die Aktien der deutschen Automobilbauer mussten in den letzten Wochen kräftig Federn lassen. Vor dem Hintergrund von Rekordabsatzzahlen, fallenden Rohstoffpreisen und einem schwachen Euro-Wechselkurs ist dies eigentlich verwunderlich. Allerdings hat die Abhängigkeit der Gewinndynamik vom chinesischen Automobilmarkt in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.

Schwächere Zulassungszahlen in China führten bei vielen Anlegern daher zuletzt zu Gewinnmitnahmen. Aufgrund der soliden Entwicklung der europäischen und der US-Konjunktur, dem Rückenwind über Rohstoffpreise und Währungsgewinne sowie nicht zuletzt aufgrund der relativ günstigen Bewertung des Automobilsektors halten wir die Kursrückgänge für übertrieben.

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