Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.09.2015

20:44 Uhr

Musterdepots

China-Turbulenzen sind für Europa verkraftbar

Wirtschaftsdaten aus China deuten darauf hin, dass sich die Konjunktur des Landes weiter abkühlt. Zumindest vorübergehende Engagements sind laut Musterdepotstratege Georgios Kokologiannis aber wieder verantwortbar.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die gestern veröffentlichten chinesischen Einkaufsmanagerindizes deuten auf eine weitere Wirtschaftsabschwächung in China hin. So liegt der Wert für das verarbeitende Gewerbe mit nunmehr 49,7 Punkten leicht unter der wichtigen Marke von 50. Im Dienstleistungssektor hat sich die Lage ebenfalls verschlechtert, allerdings bewegt sich hier der Index noch im expansiven Bereich. Damit bestätigt sich die Einschätzung vieler Volkswirte, dass die chinesische Wirtschaft weiter an Fahrt verliert.
Mittlerweile scheint die Wirtschaftsschwäche im Reich der Mitte auch auf andere asiatische Länder abzustrahlen, so vermeldeten zuletzt einige Länder in Asien schwächere Frühindikatoren. Nach wie vor wollen wir die Probleme in China nicht klein reden, wir halten aber die konjunkturellen Ansteckungseffekte für Europa und die USA für verkraftbar. Auf die weiterhin negativen Nachrichten aus Asien haben wir aber gestern reagiert und unsere beiden Asien-Engagements sowie die Aktien von BASF verkauft.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wir gehen davon aus, dass die Aktienmärkte zunächst volatil bleiben werden. Neben der chinesischen Konjunkturschwäche belastet auch eine mögliche Leitzinserhöhung in den USA. Ein erster Zinsschritt könnte bei der Sitzung der US-Notenbank am 16. und 17. September erfolgen.

Wir rechnen nicht damit, dass die Aktienmärkte vor diesem Termin wieder deutlich zulegen werden, da viele Marktteilnehmer zunächst die weitere Entwicklung der Geldpolitik abwarten werden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×