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16.07.2014

18:55 Uhr

Musterdepots

Chinas Wachstum sorgt für Euphorie und Skepsis

Überraschend gute Konjunkturdaten aus China nehmen Anleger hierzulande und in Fernost unterschiedlich auf. Während die Aktienmärkte in Europa deutlich zulegten, zeigten sich Anleger ausgerechnet in Asien unbeeindruckt.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Mit Verweis auf die etwas besser als erwartet gemeldete Wirtschaftsentwicklung im Land der Mitte legten die Aktienmärkte in Europa deutlich zu. Anders als in Asien, ausgerechnet hier zeigten sich die Marktbeteiligten unbeeindruckt von den positiven Konjunkturzahlen aus China.

Eine mögliche Erklärung: Offensichtlich beurteilen vor allem die Experten vor Ort das durch staatliche Stimulierungsmaßnahmen ausgelöste, etwas kräftigere Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) kritisch: Die ohnehin schon enorm verschuldeten Provinzen erhöhten ihre Ausgaben weiter und Banken beschleunigen weiter ihr Kreditwachstum.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Fachleute wie der in Peking lehrende Finanzprofessor Michael Pettis warnen jetzt konkret davor, die Schuldenlast im Schattenbankensystem und die Überschuldung zahlreicher lokaler Verwaltungen für ein isoliert behandelbares Problem innerhalb einer ansonsten gesunden und prosperierenden Volkswirtschaft zu interpretieren.

Es sei vielmehr so, dass sich durch die anhaltende Fehlallokation von Geld in den Bankbilanzen Projekte versteckten, die nicht einmal ihre Kreditkosten deckten. Doch damit würden diese impliziten Verluste einfach als Teil des BIPs ausgewiesen. Dessen Wachstum wäre deutlich niedriger, würde man die Schulden angemessen bewerten.

Kommentare (1)

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Herr Arthur Dent

17.07.2014, 10:25 Uhr

@Hr. Kokolores: Ihnen wird auch irgendwann klar werden, dass, wenn "Experten vor Ort etwas kritisch sehen", dass ein zuverlässiger Kontraindikation ist. Vor allem wenn das die kritische Meinung eines weit entfernten Perma-Bären so richtig anheizt.

Aber klar werden nützt gar nichts, wenn man nicht danach handelt. Ihr Sammelsurium von Derivaten stellt wohl auch der berühmte Affe mit den Dart-Pfeilen zusammen.

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