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11.03.2014

21:26 Uhr

Musterdepots

Chinesische Wirtschaftsdaten nicht überbewerten

Die Autoren der Musterdepots machen sich über das Wirtschaftswachstum in China und Europa Gedanken. Sie warnen vor zu großem Pessimismus und sehen in den starken deutschen Exportzahlen Potenzial für die Aktienmärkte.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Der starke Rückgang der chinesischen Exporte von 18 Prozent gegenüber dem Februar 2013 verstärkt die Sorge darüber, ob sich das Wirtschaftswachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt in diesem Jahr deutlich verlangsamen könnte. Wir würden die Zahlen aber nicht überbewerten. So, wie das Winterwetter viele US-Konjunkturdaten beeinflusst hat, so beeinflusst die Lage des chinesischen Neujahrsfestes jedes Jahr die Daten aus dem Reich der Mitte.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Da in den beiden Wochen um das Neujahrsfest das wirtschaftliche Leben in China regelmäßig fast zum Erliegen kommt, ist eine sinnvolle Interpretation von Wirtschaftsdaten dann kaum möglich. Erst ab März erhält man wieder ein klareres Bild. Gegen eine starke Abschwächung in China sprechen auch die sehr guten Im- und Exportzahlen aus Deutschland, die heute veröffentlicht wurden. So wird auch China von der Erholung der Eurozone in diesem Jahr profitieren.

In diesem Zusammenhang sind dann auch die Zahlen über die Entwicklung der Industrieproduktion oder des Einzelhandels des Landes, welche am Donnerstag dieser Woche veröffentlich werden, interessant. Bei der Industrieproduktion wird mit einen Zuwachs von 9,5 Prozent auf Jahresbasis gerechnet. Das sind absolut betrachtet hohe Zuwachsraten, aber der Trend ist hier seit circa 24 Monaten rückläufig. Die Auswirkungen auf den Aktienmarkt sind bis dato noch begrenzt, aber wie bereits vor einigen Tagen im Kommentar beschrieben, halten wir an unserer defensiven Haltung gegenüber den Emerging Markets fest.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

12.03.2014, 10:22 Uhr

Sorglosigkeit ist ein Zeichen für a) Den Anfang eines langjährigen Bullenmarkets oder b) Eine bevorstehende Korrektur?

Natürlich bieten Aktien auf lange Sicht weiterhin Potenzial, aber muss man denn unbedingt die 10-20%ige Korrektur mitmachen? Manchmal ist die beste Entscheidung einfach nichts zu tun.

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