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04.01.2015

17:37 Uhr

Musterdepots

Das Ende der Delle?

Auch wenn der Dax am Freitag schwächer schloss, die deutschen Industriedaten wussten zu überzeugen. Alexander Kovalenko sieht sich mehrende Zeichen für eine erstarkende Konjunktur. Die Stolpersteine sieht er woanders.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Laut aktueller Umfrage des Forschungsinstitutes Markit konnte die deutsche Industrie Ende des Jahres 2014 wieder zulegen. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex stieg im Dezember um starke 1,7 Punkte auf 51,2 Zähler. Ein Wert von über 50 Punkten bedeutet dabei ein Wachstum zum Vormonat. Die befragten Manager von rund 500 Unternehmen gaben an, dass die Aufträge und die Produktion gestiegen sind, was für einen Jobaufbau mit der zweithöchsten Einstellungsrate seit etwa drei Jahren mitverantwortlich war.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Volkswirte sind sich derzeit noch nicht einig, ob die letzten guten makroökonomischen Nachrichten aus Deutschland für das Ende der konjunkturellen Delle sprechen. Es gibt aber immer mehr Anzeichen dafür, dass sich die Bundesrepublik wieder auf dem Erfolgspfad befindet und 2015 die gewöhnte Rolle der Konjunkturlokomotive für die Euro-Zone spielen wird.

Das starke Deutschland wirkt sich stabilisierend auf die Gesamtkonjunktur der Eurozone aus. Derzeit gibt es genug Problemfelder, wie zum Beispiel der Zustand der Volkswirtschaften in Frankreich und Italien, eine unsichere politische Situation in Griechenland oder auch die sehr niedrige Inflationsrate im Euroraum. Wir schließen aber nicht aus, dass trotz all dieser Herausforderungen die Gesamtkonjunktur in der Eurozone 2015 positiv überraschen kann.

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