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31.07.2015

17:10 Uhr

Musterdepots

Das Haar in der Suppe

Infineon präsentierte ein tolles Quartal und geriet zeitweise dennoch unter Kursdruck. Musterdepot-Autor Daniel Hupfer geht der Sache auf den Grund. Zudem nimmt er die jüngsten Arbeitslosenzahlen genauer ins Visier.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Berichtssaison ist in vollem Gange. Vergangene Woche hat Infineon über das vergangene Quartal berichtet und konnte die Erwartungen der Analysten im Wesentlichen erfüllen. Der Umsatz wuchs zum Vorquartal um sieben Prozent auf 1,59 Milliarden Euro und der Gewinn konnte auf 109 Millionen Euro gesteigert werden. Besonders wurde die Margenerhöhung von 13,4 Prozent auf 15,4 Prozent herausgestellt. Zudem wurden die Erwartungen für das Gesamtjahr 2015 bestätigt.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Das Haar in der Suppe ist dann für das kommende Quartal zu finden. Hier erwartet das Unternehmen einen unveränderten Umsatz. In der Historie war dieses Quartal aber ein „Wachstumsquartal“ und somit wurden die Zahlen bei Börseneröffnung genutzt um den Titel zu verkaufen. Allerdings drehte die Stimmung zügig und die Aktien von Infineon gehörten zu den Gewinnern im Dax.

Wir haben den Titel seinerzeit sehr preisgünstig erworben, sodass wir einen Gewinn von mehr als 40 Prozent verzeichnen können. Charttechnisch ist die Aktie allerdings angeschlagen und befindet sich in einem Abwärtstrend. Wir erwarten, dass Infineon von den Zahlen letztlich profitieren wird und sich der Kurs in den kommenden Wochen stabilisiert.

Die heutigen Zahlen zur Arbeitslosigkeit könnten auf den ersten Blick als kleine Enttäuschung aufgenommen werden. Die Umfragen deuteten auf einen weiteren leichten Rückgang der Arbeitslosen (5.000 Personen) hin, die nun veröffentlichten Zahlen weisen aber einen Anstieg um 9.000 Personen aus. Die Arbeitslosenquote bleibt jedoch unverändert bei 6,4 Prozent. Aus unserer Sicht bleibt die Situation am Arbeitsmarkt daher weiter entspannt und die heutigen Daten haben keinen Einfluss auf das Marktgeschehen.

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