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30.06.2014

21:02 Uhr

Musterdepots

Das Portfolio aufgehübscht

Zum Ende des ersten Halbjahres bessern viele Investoren ihr Portfolio durch erfolgreiche Titel auf. Unsere Experten zweifeln daher, dass die Aktienmärkte wirklich so widerstandsfähig wie in den vergangenen Tagen sind.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Trotz einer ganzen Reihe ernüchternder Konjunkturdaten aus den USA und der Euro-Zone haben sich die Aktienmärkte in den vergangenen Handelstagen erstaunlich widerstandsfähig präsentiert. Das liegt nicht nur daran, dass Börsianer wieder einmal die Chance auf länger andauernde Stützungsmaßnahmen der Notenbanken wittern – schon an diesem Donnerstag trifft sich etwa der Rat der Europäischen Zentralbank zu seiner nächsten Zinssitzung.

Profitiert haben dürften die Notierungen diesmal auch von einem saisonalen Faktor: dem Ende der ersten Jahreshälfte und damit zusammenhängendem so genannten „Windowdressing“. Darunter versteht man, das institutionelle Investoren, wie zum Beispiel Fonds, gezielt die besonders gut gelaufenen Titel noch schnell in das eigene Portfolio aufnehmen, um ihre Zwischenbilanz optisch aufzuhübschen.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Besonders große und einflussreiche Akteure versuchen sogar oft, den gesamten Marktrend noch einige Tage zu ihren Gunsten zu beeinflussen – Experten zufolge habe man zuletzt etwa vor allem an der Wall Street regelrecht „mit der Brechstange“ einen vorzeitigen Abbruch des Aufwärtstrends verhindert. Der Start in die zweite Jahreshälfte verspricht daher aufschlussreich zu werden.

Ich gehe weiterhin bestenfalls von einer Seitwärtsbewegung an den Aktienmärkten aus. Daher werde ich meinen hohen Bargeldbestand nur nach und nach abbauen – und bevorzugt in solche Produkte investieren, die auch dann Rendite liefern, wenn die Börsen auf der Stelle treten. Auf meiner Beobachtungsliste stehen beispielsweise mehrere defensive Bonuszertifikate auf europäische Leitindizes.

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