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04.05.2016

20:19 Uhr

Musterdepots

Das Zufriedenheits-Depot

Georgios Kokologiannis zieht Bilanz und stellt fest, dass er mit der Entwicklung seines Depots zufrieden ist. Mehr als sechs Prozent Jahresrendite hat er in den vergangenen drei Jahren damit eingefahren.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

DüsseldorfSiebenundzwanzig Monate sind vergangen seit Auflegung der Musterdepots. Zeit für die regelmäßige Zwischenbilanz: Insgesamt bin ich weiterhin sehr zufrieden. Das Portfolio entwickelt sich in Übereinstimmung mit meinen beiden übergeordneten langfristigen Zielen: Einer jährlichen Rendite von durchschnittlich sechs bis acht Prozent - und einer deutlich niedrigeren Wertschwankung im Vergleich zum Gesamtmarkt.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der aktuelle Wertzuwachs entspricht umgerechnet einer Rendite von mehr als sechseinhalb Prozent per annum und befindet sich damit exakt im angepeilten Ertragskorridor – wenn auch nur am unteren Ende der langfristigen Zielspanne von sechs bis acht Prozent. Zwar lag diese Erfolgskennzahl zwischenzeitlich auch schon deutlich oberhalb der Zielspanne. Doch vor dem Hintergrund, dass der Vergleichsindex „Stoxx 50” seit dem Start der Musterdepots inzwischen negativ rentiert, ist die Depot-Performance immer noch überzeugend.

Den Abstand zur Gewinnentwicklung des Stoxx 50 hat das Handelsblatt-Portfolio zuletzt sogar weiter ausgebaut - auf inzwischen über 18 Prozentpunkte: Während der Benchmark-Index seit dem Start der Musterportfolios im Januar 2014 über drei Prozent seinen Wertes eingebüßt hat, notiert das Handelsblatt-Portfolio knapp 15 Prozent im Plus.

Auch den Dax, der vielen Anleger in den vergangene Monaten enorme Verluste beschert hat, konnte das Musterdepot deutlich abhängen. Seit seinem Allzeithoch im vergangenen April ist der deutsche Leitindex zudem um mehr als 20 Prozent eingebrochen. Das maximale Minus meines Portfolios beträgt dagegen mit knapp sechs Prozent nur einen Bruchteil davon.

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