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10.03.2014

22:16 Uhr

Musterdepots

Daten aus China belasten Goldmarkt

Die enttäuschende Exportzahlen aus China belasten nicht nur die globalen Aktienmärkte, sondern auch den Goldmarkt. Georgios Kokologiannis sieht hier nun noch weniger Potenzial für steigende Notierungen als bisher.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Die überraschend schwachen Exportzahlen aus China sind nicht nur für die Aktienmärkte eine weitere Belastungsprobe, sondern auch für Gold. Galt doch bisher die starke Nachfrage aus dem Reich der Mitte als eine der letzten verbliebenen Stützen für den Preis des Edelmetalls. Doch mit den am Wochenende gemeldeten schwachen Wirtschaftsdaten könnte selbst der Appetit der Chinesen auf Gold einen Dämpfer erhalten.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

So sehr das Edelmetall als Bestandteil langfristig orientierter Portfolios auch empfohlen wird: Kurzfristig sehe ich nun noch weniger Potenzial für steigende Notierungen als bisher. Aktuell kostet eine Feinunze rund 1330 US-Dollar. Frühestens bei rund 1 100 Dollar würde ich zugegriffen. Glaubt man Experten, sollte eine langfristige Preisuntergrenze auf diesem Niveau liegen - so viel koste allein die Förderung im Schnitt. Tiefere Notierungen seien nur vorübergehend denkbar, da Goldminen dann ihre Produktion einstellen würden.

Einen Preis nur knapp oberhalb dieser Marke prognostizieren jetzt auch die Analysten von Morgan Stanley für die kommenden Monate: Demnach werde die Notierung für Gold im laufenden Jahr im Schnitt auf 1160 Dollar fallen – das wären rund 13 Prozent weniger als derzeit. Auch 2015 werde sich der Preis im Anschluss nicht mehr erholen und dann im Schnitt bei 1138 Dollar liegen.

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