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15.03.2016

18:13 Uhr

Musterdepots

Datenpuzzle für die Fed

Vor den Zinssitzung der US-Notenbank geben frische Konjunkturdaten des Ausschlag. Alexander Kovalenko wagt eine Deutung. Und Daniel Hupfer zeigt, dass das rechte Maß auch an der Börse gilt – frei nach Aristoteles.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Frankfurt am MainAm Dienstag wurden einige aktuelle Konjunkturdaten in den USA veröffentlicht. Die Einzelhandelsumsätze sind im Februar um 0,1 Prozent zum Vormonat gesunken, was im Rahmen der Erwartungen lag. Die Januardaten sind allerdings nachträglich nach unten adjustiert worden: Aus einem Plus von 0,2 Prozent ist nun ein Minus von 0,4 Prozent geworden, was eindeutig negativ einzuschätzen ist. 

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Vor allem die Autohändler und Tankstellenbetreiber mussten im Februar Umsatzrückgänge hinnehmen. Die gesunkenen Benzinpreise haben die Monatsergebnisse stark belastet. Positiv waren dagegen die Absatzzahlen im Bereich der Baumaterialien, was ein gutes implizites Signal für den Immobiliensektor darstellt.

Ein positives Signal gab es vom New Yorker Konjunkturindex für das Verarbeitende Gewerbe. Die Neuaufträge erreichten das höchste Niveau seit anderthalb Jahren und verhalfen zu einem besseren Konjunkturindexstand als von Volkswirten erwartetet. Die neuen Informationen fließen in das Datenpuzzle ein, auf dessen Basis die Federal Reserve, die Fed, am Mittwoch ihre Zinsentscheidung treffen wird.     

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