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26.11.2015

14:50 Uhr

Musterdepots

Dax 2016? Kaum Potenzial, wachsendes Risiko

Magere Gewinne – dafür aber wachsende Abwärtsrisiken. Das ist die Essenz von immer mehr Aktienmarktprognosen für das Jahr 2016.Wie das Handelsblatt-Musterdepot für die Zeit nach der Jahresendrally gewappnet ist.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Kaum noch Renditepotenzial – dafür aber wachsende Abwärtsrisiken. Davon gehen immer mehr Aktienmarktprognosen für das Jahr 2016 aus, die in diesen Tagen von den Banken veröffentlicht werden.

Größere Kursgewinne seien an den Börsen im kommenden Jahr nicht zu erwarten, hieß es etwa am Mittwoch bei der Deutschen Bank in Frankfurt.

Da die Unternehmensgewinne voraussichtlich nur im einstelligen Prozentbereich wüchsen, sehe man den Dax bis Jahresende bei 11.700 Punkten -  das wäre ein Miniplus von nur drei Prozent bezogen auf den aktuelles Stand des deutschen Leitindexes.

Zwar sei nicht auszuschließen, dass  vorübergehend sogar das bisherige Allzeithoch bei knapp 12.400 Punkte getestet werde – doch es müsse wegen der wirtschaftlichen und politischen Risiken  stets mit Kursverlusten wie im dritten Quartal dieses Jahres gerechnet werden. Damals brachen Dax und Euro Stoxx in kürzester Zeit um über ein Zehntel ein.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Anfang der Woche hatten bereits die Strategen der DZ Bank vor steigenden Risiken an den Börsen gewarnt. Nur die niedrigen Zinsen und Ölpreise verhinderten demnach momentan einen Crash.

Ich teile diese kritischen Einschätzungen schon seit längerem und habe das Handelsblatt-Portfolio frühzeitig so aufgestellt, dass es von einer möglichen Jahresendrally stark profitieren würde – danach die Investitionsquote aber automatisch massiv zurückgefahren wird.

Knapp ein Drittel des Kapitals ist in Sprintzertifikaten investiert, die Kursgewinne des Euro Stoxx 50 bis Mitte Dezember überproportional in Depotrendite ummünzen – im Anschluss aber auslaufen und zurückgezahlt werden (WKN: CC9G88).

Die Funktionsweise im Detail: Diese speziellen Hebelpapiere verdoppeln einen möglichen Wertzuwachs des Euroland-Leitindexes zwischen 3350 und 3650 Punkten. Der Clou: Sinkt das Börsenbarometer bis zum Bewertungstag am 18. Dezember dieses Jahres unter den festgelegten „Sprintbereich“, dann werden die Zertifikate nicht doppelt an den Verlusten beteiligt.

Im Gegenzug für die überproportionalen Gewinnchancen innerhalb der Sprintspanne ist der maximale Ertrag begrenzt: Von einem Anstieg des Euro Stoxx 50 über 3650 Zähler hinaus, profitieren die Papiere dann nicht mehr.

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