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22.05.2017

21:28 Uhr

Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Die Handelsblatt-Musterdepots und ihre Manager

Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Musterdepots

Dax-Aktien sind preiswerter geworden

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Sönke Niefünd beschäftigt sich mit den Kurssteigerungen beim Euro.

Ulf Sommer, Handelsblatt

Haben deutsche Aktien noch Potenzial? Für eine Beurteilung dieser Frage hilft eine Auswertung der Commerzbank: Demnach legten gut 35 Prozent der Dax- und MDax-Unternehmen im ersten Quartal bessere Ergebnisse vor, als Analysten erwartet hatten. Nur jedes zehnte Unternehmen verfehlte die Prognosen. Daraus folgt, dass Analysten nun ihre Erwartungen für die nächsten Quartale etwas anheben. Das wiederum macht Aktien gemessen an ihrem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ein klein wenig preiswerter – eben weil die Erträge und die erwarteten Erträge steigen. Das ist eine gute Nachricht.

Ulf Sommer

Der Redakteur

Mit den Finanzmärkten, der Geldanlage und branchenübergreifenden Unternehmensthemen wie Dividenden, Aktienrückkäufe und vor allem Bilanzkennzahlen beschäftigt sich der promovierte Historiker beim Handelsblatt seit über 15 Jahren.

Die Strategie

Das Kapital wird kurzfristig nicht gebraucht. Es dient vielmehr der Altersvorsorge, dem späteren Studium der Kinder oder dem Kauf eines Hauses im Rentenalter. Deshalb steht nicht der kurzfristige Werterhalt um jeden Preis, sondern die langfristige Mehrung des Kapitals im Fokus. Verlustzeiten sind schmerzhaft, können aber ausgesessen werden. Zur Auswahl stehen Einzelaktien, Aktien-Indizes in Form von Zertifikaten, Gold, große Währungen wie Euro, Dollar und Yen sowie Hebel-Zertifikate. Mit ihnen eröffnet sich die Möglichkeit, auf stark steigende oder fallende Märkte zu spekulieren. Anleihen scheiden bis auf weiteres auf Grund aus, weil die Zinsen und Renditen zu unattraktiv sind.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Ulf Sommer hat allerdings zum 6. März 2017 das Depot von Handelsblatt-Redakteur Georgios Kokologiannis übernommen. Den Kommentatoren steht es frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Neben dem Value-geprägten Investmentprozess haben wir zur Sicherung der Vermögenswerte ein Wertsicherungsmodell im Hintergrund installiert. Das Modell wurde bewusst sehr „träge“ entwickelt. Das ist wichtig, um nicht Gefahr zu laufen, ständig in den Markt ein- und wieder auszusteigen. Von daher haben wir uns für eine Systematik entschieden, die an grundsätzlich positiven Kapitalmärkten partizipieren soll, den Anleger durchaus auch in unruhigen Börsenphasen auf die Probe stellen kann, allerdings in äußerst turbulenten Phasen den Anleger vor den ganz großen Einbrüchen bewahren soll.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Der Euro steigt über die Marke von 1,12 US-Dollar, das ist der höchste Stand seit über sechs Monaten. Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel ist die Gemeinschaftswährung zu schwach. Nun könnte der Euro in Richtung 1,13 US-Dollar steigen, bei 1,15 liegt unserer Meinung nach ein starker Widerstand, der einen weiteren Anstieg bremsen dürfte. Wir sind mit dem Indexfonds (ETF) iShares High Yield Corp Bond in US-Dollar-Anleihen investiert. Seit gut einem Jahr hat sich dieser ETF mit einen Anstieg von 11,32 Prozent sehr gut entwickelt. Zudem liegt die Ausschüttungsrendite bei 2,84 Prozent.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

23.05.2017, 14:00 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Sommer,

so,so, DAX-Aktien sind preiswerter geworden. Könnte es sein, dass sie noch viel preiswerter werden? Oder doch wieder teurer? Haben Sie eine verläßliche Zielmarke? Andernfalls fragen Sie vielleicht die Analysten der Commerzbank. Die müssen das wissen.

A propos Analysten. Ist auf deren Urteil wirklich Verlaß? Wir wissen es nicht. Sicher ist nur, dass die übergroße Mehrheit der Fondsmanager die Performance des DAX verfehlt. Hängt das damit zusammen, dass sich die Fondsmanager auf das Urteil der hauseigenen Analysten stützen? Und stimmt es wirklich, dass von den Analysten jeder eine eigene Meinung hat und man Gottes Hilfe braucht, die richtige herauszufinden?

Ein Trost bleibt. Nach Ihren Artikeln haben wir wenigstens keine politische Börse mehr. Wer, bitte schön, ist Herr Trump? Sollen Geheimdienste und Sonderermittler ausgraben was sie wollen, die Börse läßt dies kalt. Oder doch nicht?

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