Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.07.2015

20:07 Uhr

Musterdepots

Dem Dax ein Schnippchen schlagen

VonGeorgios Kokologiannis

Auch in Zeiten von sich seitwärts bewegenden Märkten lassen sich ordentliche Renditen erzielen. Wie das geht? Musterdepot-Experte Georgios Kokologiannis macht es vor – und liegt seit Februar 20 Prozent im Plus.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Von der aktuellen Börsenphase profitiert mein Musterdepot deutlich. In den vergangenen fünf Monaten hat sich der Dax praktisch nicht vom Fleck bewegt, wenn man den Kurs Ende Februar 2015 mit dem aktuellen Stand des deutschen Börsenbarometers vergleicht. Und dennoch ist der Depot-Gesamtwert in diesem Zeitraum deutlich gestiegen und liegt mit einem Plus von 20 Prozent seit dem Depotstart Ende Januar 2014 nahe dem „All Time High“.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ermöglicht hat das der gezielte Einsatz von Bonuszertifikaten, mit denen man eine Rendite auch in seitwärts tendierenden Märkten erzielen kann. Denn solange bei diesen Produkten eine vorher festgelegte Schwelle während der gesamten Laufzeit nicht unterschritten wird, erzielen Anleger eine Rendite.

Es gibt auch Reverse-Bonusprodukte, die genau umgekehrt funktionieren. In diesem Fall darf der Basiswert nicht über eine Schwelle steigen. Ein Reverse-Bonus aus meinem Depot (WKN VZ7D7C) steht vor dem Laufzeitende. Ende September erfolgt die Rückzahlung. Dieses Zertifikat habe ich Ende November 2014 mit der Erwartung gekauft, dass der US-Auswahlindex S&P 500 bis Ende September 2015 niemals über die Schwelle von 2250 Punkten steigt.

Bislang ging die Rechnung auf. Derzeit steht der S&P 500 bei rund 2100 Punkten. Und da ich einen fallenden Euro gegenüber dem US-Dollar erwartet hatte, konnte ich mit dem Kauf eines Produktes ohne Währungssicherung doppelt profitieren.

Derzeit notiert das Reverse-Bonus 30 Prozent im Plus – auch weil der Euro seit dem Zertifikatekauf gegenüber dem Dollar gefallen ist. Der S&P 500 ist seit dem Kauf des Zertifikates um weniger als zwei Prozent gestiegen. 

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×