Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.03.2017

17:41 Uhr

Musterdepots

Dem Trend ohne Spesen folgen

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Sönke Niefünd freut die Kursentwicklung der Roche-Aktie.

Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Die Handelsblatt-Musterdepots und ihre Manager

Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

FrankfurtUlf Sommer, Handelsblatt

Die US-Notenbank Fed erhöht wie erwartet den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte. Anleger werten das als Beweis für die gute Konjunktur. Das schwache Abschneiden des Rechtspopulisten Geert Wilders bei der niederländischen Wahl verschafft den Europa-Befürwortern Rückenwind. Der Dax – niedriger bewertet als Amerikas und Europas Aktienindizes – steigt auf ein Jahreshoch. Wir folgen diesem Trend gemäß der Börsenweisheit „The trend is your friend“ und verdoppeln unseren Anteil am Dax-ETF. Am „Tag der Aktie“ gibt es den Indexfonds, der den Dax eins zu eins abbildet, ganz ohne Spesen.

Ulf Sommer

Der Redakteur

Mit den Finanzmärkten, der Geldanlage und branchenübergreifenden Unternehmensthemen wie Dividenden, Aktienrückkäufe und vor allem Bilanzkennzahlen beschäftigt sich der promovierte Historiker beim Handelsblatt seit über 15 Jahren.

Die Strategie

Das Kapital wird kurzfristig nicht gebraucht. Es dient vielmehr der Altersvorsorge, dem späteren Studium der Kinder oder dem Kauf eines Hauses im Rentenalter. Deshalb steht nicht der kurzfristige Werterhalt um jeden Preis, sondern die langfristige Mehrung des Kapitals im Fokus. Verlustzeiten sind schmerzhaft, können aber ausgesessen werden. Zur Auswahl stehen Einzelaktien, Aktien-Indizes in Form von Zertifikaten, Gold, große Währungen wie Euro, Dollar und Yen sowie Hebel-Zertifikate. Mit ihnen eröffnet sich die Möglichkeit, auf stark steigende oder fallende Märkte zu spekulieren. Anleihen scheiden bis auf weiteres auf Grund aus, weil die Zinsen und Renditen zu unattraktiv sind.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Ulf Sommer hat allerdings zum 6. März 2017 das Depot von Handelsblatt-Redakteur Georgios Kokologiannis übernommen. Den Kommentatoren steht es frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Von unseren Ziel-Wikifolios ist das „ROGO US Value“ von Paul Rogojan derzeit voll investiert. Eine hohe Investitionsquote von 91 Prozent weist auch das „Dividende und Eigenkapital Deutschland“ von Holger Degener auf. Beim „Aktien? Yeah“-Wikifolio von Dirk Hagemann sowie beim „ETF-Werte des ICAX“ von Uwe Freier liegt die Liquiditätsquote zwischen 15 und 19 Prozent. Sebastian Reese – Portfoliomanager des „SR wisdom capital spekulativ“ – hält fast 100 Prozent Cash. Wir haben keinen Einfluss auf die Portfoliomanagementprozesse und sind nur für die Auswahl der Strategien zuständig.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Der Ausgang der Wahl in den Niederlanden und die Entscheidung der US-Notenbank, den Leitzins wie erwartet zu erhöhen und weitere Erhöhungen in Aussicht zu stellen, war von den Märkten bereits antizipiert worden. Dass die Börsenerwartungen dann auch erfüllt wurden, sorgt in Deutschland für eine positive Grundstimmung – der Dax stieg auf ein neues Jahreshoch. Roche aus unserem Privatbank-Depot hat die Dividende gezahlt und notieren heute optisch leichter bei 235 Euro – wir bleiben mit einem erwarteten Kursziel von 260 Euro investiert.

Sönke Niefünd

Der Anleger Niefünd

Das Anlageziel besteht darin, nachhaltig zu investieren und dabei einen langfristigen Vermögenszuwachs zu erzielen. Dazu werden je nach Einschätzung der Wirtschafts- und der Börsenaussichten Wertpapiere erworben und veräußert. Dabei wird besonders auf die Risikostreuung geachtet.

Der Stratege Niefünd

Unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien der Themengebieten Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance), auch ESG-Ansatz genannt. Das Mandat wird aktiv gemanagt, gleichzeitig werden jedoch strategisch langfristig Positionen gehalten. Wir verfolgen die Umsetzung der „Politik der ruhigen Hand“. Es werden Fonds, ETFs und Einzeltitel gekauft, die unseren Kriterien erfüllen. Die Auswahl der Einzeltitel erfolgt in den Themengebieten innerhalb der 4 Säulen Wirtschaftliches, Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG-Ansatz). Ausgewählte Wertpapiere haben in jedem Bereich mindestens 65 Punkte von 100 Punkten im Bereich der Nachhaltigkeit. Zudem kommen Negativkritieren und ein Best-in-Class Ansatz bei der Einzeltitelauswahl zum Tragen.

Die Regeln Niefünd

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Sönke Niefünd hat allerdings zum 1. August 2016 das Depot von Daniel Hupfer von der M.M. Warburg übernommen. Den Kommentatoren steht es frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×