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16.10.2014

19:22 Uhr

Musterdepots

„Dem Verkaufsdruck nicht nachgeben“

Offenbar gibt es am Aktienmarkt gerade kein Halten. Doch sollten sich Anleger jetzt nicht pauschal von Aktien verabschieden, meinen unsere Experten. Welche Titel im Depot bleiben, will jedoch gut überlegt sein.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die letzten Tage am Aktienmarkt haben starke Verluste mit sich gezogen. In der heutigen Marktphase deutet sich zudem eine Veränderung bei den Anleihen an. Waren italienische Anleihe bereits zuvor zunehmend unter Druck geraten, so trennen sich heute die Anleger von Titeln aus Spanien, aus Irland und aus Portugal. Damit steigen die Renditen dort wieder auf ein ansehnliches Niveau.

Zehnjährige Anleihen aus Spanien oder Italien erzielen 115 beziehungsweise 150 Basispunkte mehr als Papiere aus Deutschland mit derselben Restlaufzeit. Bei zehnjährigen Bundesanleihen sind die Renditen nunmehr auf unter 0,75 Prozent gefallen. Diese Entwicklung erinnert ungut an die Eurokrise.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die EZB hat sich aber eindeutig zum Euro bekannt und wird wahrscheinlich dem Anstieg der Risikospreads entgegenwirken. Das Sprichwort „Don’t fight the FED“ kann hier also auch auf Europa übertragen werden und lässt auf eine Gegenbewegung in den kommenden Tagen hoffen.

Am Aktienmarkt gibt es anscheinend kein Halten. Der Dax verliert seit Jahresbeginn mehr als 12 Prozent. Der aktuelle Abwärtstrend ist bis jetzt ohne jegliche Gegenwehr seitens der Bullen erfolgt. Auch wenn die Tage zunehmend schwierig werden, sollten die Anleger mit einem mittelfristigen Anlagehorizont dem Verkaufsdruck nicht nachgeben.

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