Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.04.2016

21:03 Uhr

Musterdepots

Den Weißkopfseeadler im Blick

Die US-Konjunktur brummt und entwickelt sich besser als die in Europa. Das gilt auch für den Aktienmarkt. Wie unsere drei Musterdepotstrategen dies bewerten und was sie daraus für Schlüsse für ihre Anlagestrategie ziehen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Blickt man auf die US-amerikanischen Einkaufsmanagerindizes, so scheint der Tiefpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung in der Industrie schon Ende 2015 erreicht worden zu sein. So lag der viel beachtete ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im Dezember 2015 bei 48,0 Punkten. Seitdem hat er sich schrittweise bis zuletzt auf 51,8 Punkten erholt.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Diese Entwicklung des nationalen PMIs spiegelt sich auch in allen regionalen Einkaufsmanager-Indizes wider: Seien es die bedeutsameren Regionen wie Philadelphia, New York, Chicago, Dallas, Richmond und Kansas oder die weniger im Fokus stehenden Indizes aus Austin, Houston, Milwaukee oder Southeast Michigan. Alle haben sich in den vergangenen zwei bis drei Monaten verbessert. Aus der aktuell laufenden US-Berichtssaison für die Gewinn- und Umsatzentwicklung des ersten Quartals sowie die Ausblicke auf das Jahr 2016 erwarten wir weitere Aufschlüsse über den Zustand der amerikanischen Wirtschaft.

Mit den jüngsten Anleihe-Transaktionen haben wir unseren Cash-Bestand deutlich abgebaut. Die Gewichtung von Aktien und Aktienfonds liegt derzeit bei etwa 55 Prozent, Renten und Rentenfonds machen knapp über 40 Prozent aus. Mit der jüngsten Markterholung bewegt sich unser Vermögenswert derzeit langsam auf den Jahresanfangsbestand zu, sodass die zwischenzeitlichen Verluste wieder nahezu vollständig wett gemacht wurden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×