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17.01.2017

18:13 Uhr

Musterdepots

Der Brexit belastet die Märkte

Mehr als ein halbes Jahr nach dem Brexit-Votum kehrt an den Börsen die Furcht zurück vor den Folgen des EU-Austritts Großbritanniens. Musterdepotstratege Georgios Kokologiannis zeigt, wie er das Depot darauf vorbereitet.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Nachdem Anleger das Thema auch hierzulande lange verdrängt haben, dämmert ihnen: Gerade die exportstarken deutschen Firmen dürften zu den Verlierern des nun von Premierministerin May forcierten Ausscheidens des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union gehören.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Schließlich ist Großbritannien bisher drittgrößter Absatzmarkt deutscher Ausfuhren nach den USA und Frankreich. Allein 2015 nahmen die Briten hiesige Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 90 Milliarden Euro ab. Doch bald drohen Handelshemmnisse.

Im vergangenen Juni hatten die Briten in einem Referendum für den Ausstieg aus der EU gestimmt. Der überraschende Ausgang der Volksbefragung hatte damals vorübergehend zu heftigen Verlusten an den Börsen geführt geführt. Der Dax etwa verlor zeitwiese knapp sieben Prozent. Das Euro-Zonen-Pendant Euro Stoxx 50 noch stärker.

Doch schon nach wenigen Tagen hatten die die Aktienmärkte ihre Verluste wieder aufgeholt. Vor allem weil die Notenbanken signalisierten, gegebenenfalls stützend einzugreifen. Und: Weil die tatsächlich feststellbaren Auswirkungen des Brexits auf die wirtschaftliche Entwicklung in Europa noch in weiter Ferne lagen.

Kommentare (1)

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Herr Arthur Dent

18.01.2017, 13:05 Uhr

@Herr Kokolores: Seit langer Zeit habe ich mal wieder in alle Musterdepots geschaut und war nicht überrascht, dass Ihre Performance am schlechtesten ist. Sie bleiben weiterhin mein persönlicher Kontra-Indikator. Ich fürchte, Sie werden bald wieder zu den Lesern sprechen, dass Sie eine gute Performance haben, im Plan sind, mit allen möglichen Rechentricks nachweisen wollen, dass Sie seit Beginn ca. 8 % Performance erzielt haben usw.

Das wird aber Jahr für Jahr schwieriger. Meiner Meinung nach muss ei Handelsblatt-Redakteur auch den Lesern nicht nachweisen, ein guter Vermögensverwalter zu sein. Schonungslose Offenheit und der entsprechende jährliche Vergleich der "Musterdepot-Strategen" untereinander bietet erst soliden Erkenntnisgewinn für den Leser.

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